Prachtvoll leuchtende Blätter, reicher Fruchtschmuck und ein besonders mildes Licht - der Herbst ist eine wunderbare Jahreszeit für jeden, der einen abwechslungsreich bepflanzten Garten hat.
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Reizvolles Wasserspiel: In einem Becken mit klaren Formen und geraden Linien haben die durch das plätschernde Wasser entstehenden Kreise eine besondere Wirkung. Fotos: BGL/PdM
Viele der Gehölze und Stauden zeigen sich noch einmal von einer besonders schönen Seite, bevor sie sich in die Winterruhe verabschieden. Manchen Betrachter überkommt trotz all der Schönheit Wehmut, denn im Garten scheint sich alles dem Ende zuzuneigen. Tatsächlich steckt darin jedoch schon der Keim des Neuen: Obwohl es so aussieht, als ob sich das Gartenjahr in eine lange Phase der Ruhe und der Stille verabschiedet, ist es für die Pflanzen bereits eine Zeit des Neubeginns.
Die Herbstfarben des Laubes zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie sich die sommergrünen Laubgehölze auf den nächsten Frühling vorbereiten: Sie ziehen vor dem Laubfall noch Nährstoffe aus den Blättern, die sie für den Austrieb im nächsten Jahr in ihrem Holz einlagern. Dabei wird der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll abgebaut und in den Blättern werden andere Farbpigmente sichtbar. So entstehen die prachtvollen Herbstfarben von leuchtendem Gelb bis hin zu flammendem Rot. Wenn die Gehölze keine Blätter mehr tragen und ihr oberirdisches Wachstum eingestellt haben, herrscht im Boden aber noch längst keine Ruhezeit: Solange die Bodentemperatur über vier Grad Celsius liegt, ist das Wurzelwachstum der Pflanzen noch aktiv.
Deshalb ist der Herbst die beste Pflanzzeit für viele Obstgehölze, genauso wie auch für Rosen und andere Ziergehölze. Der Boden ist noch warm vom Sommer und es sind keine langen Trockenperioden wie im Frühling oder Sommer zu erwarten. Dies bietet beste Voraussetzungen für Bäume und Sträucher, um noch vor dem Winter neue Wurzeln zu bilden und gut anzuwachsen. Sie stehen dann zur Austriebszeit im nächsten Jahr weniger unter Stress als jene Gehölze, die erst im Frühjahr gepflanzt werden, wenn die Temperaturen möglicherweise schon recht hoch sind. Wer auf die Ernte in den Nachbargärten blickt, kann also jetzt gut zur Tat schreiten und die Herbsttage nutzen, um den Grundstein für das eigene Ernteglück zu legen. Neben den weitverbreiteten Obstgehölzen wie Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pflaumenbäumen sowie Stachel- und Johannisbeeren gibt es auch Obstarten, die weniger bekannt sind und besondere Geschmackserlebnisse bieten, zum Beispiel Mispeln (Mespilus), Quitten (Cydonia) und Apfelbeeren (Aronia).
Es lohnt sich, bei der Planung des Gartens auch an Gehölze und Stauden zu denken, die eine eindrucksvolle Herbstfärbung haben.
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