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Ein altersgerechter Umbau der eigenen vier Wände: so funktioniert’s!

Je älter Menschen werden, umso stärker fühlen sie sich mit ihrer Heimat verwurzelt. Das gilt insbesondere für die eigenen vier Wände, die die meisten Senioren nur ungern gegen ein neues Zuhause umtauschen.

20.02.2017
Werden ältere Menschen zum Pflegefall, ist ein Auszug aus der eigenen Wohnung zumeist nicht zu vermeiden. Wer seinen Lebensabend jedoch selbstbestimmt bestreiten kann und möchte, trifft mit einem altersgerechten Umbau des eigenen Zuhauses eine gute Wahl.

 

Das eigenen Zuhause individuellen Anforderungen anpassen

Ein altersgerechter Umbau der Wohnung oder eines Hauses ist die individuellste Methode für die persönliche Wohnsituation im hohen Alter. Einzige Voraussetzung: befinden sich die Personen in einem Mietverhältnis, ist das Einverständnis der Mieter für die Umbaumaßnahmen dringend erforderlich. Sind alle organisatorischen Fragen geklärt, tragen bereits kleinere Umbaumaßnahmen dazu bei, die eigenen vier Wände individuellen Erfordernissen anzupassen. Schnell sind Ansprechpartner gefunden, die in Häusern oder Wohnungen altersgerechte Renovierungen vornehmen. Diese Maßnahmen reichen von einem Einbau praktischer Treppenlifte über einen Einbau barrierefreier Zugänge zur Haustür oder der Terrasse bis hin zur Befestigung von Haltegriffen im Bad. Weiterhin ist es eine große Erleichterung für viele ältere Menschen, in der Küche höhenverstellbare Anrichten einzubauen.

 

Kostenaufwand und persönlicher Nutzen müssen in einem sinnvollen Verhältnis stehen

Doch diese Umbaumaßnahmen sind mit hohen Kosten verbunden. Allerdings bieten die KfW-Bankengruppe oder landeseigene Förderbanken finanzielle Fördermöglichkeiten zur Umsetzung der Umbaupläne an. Pflegebedürftigen Personen mit einer Pflegestufe steht es zu, Zuschüsse von der Pflegekasse zu erhalten. Außerdem ist § 554a des BGB eine große Hilfe für Mieter, ihren Wunsch nach altersgerechten Umbaumaßnahmen im eigenen Zuhause durchzusetzen.

 

Ist ein altersgerechter Umbau die richtige Entscheidung?

Dennoch sollte dieser Schritt gut durchdacht sein. Denn nicht in jedem Fall ist ein altersgerechter Umbau der Wohnung oder des Hauses tatsächlich die beste Lösung. Übersteigt der Kostenansatz des Umbaus die zu erwartende Lebensdauer Betroffener in einem ungleichmäßigen Verhältnis, sollten Interessenten die Vor- und Nachteile der Maßnahmen genau gegeneinander abwägen. Denn die baulichen Veränderungen des eigenen Zuhauses kosten nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit und Nerven. Kommt ein altersgerechter Umbau der Wohnung nicht in Betracht, eröffnen sich Betroffenen zahlreiche andere Möglichkeiten. Ob betreutes Wohnen, Pflege-Wohngemeinschaft, Mehrgenerationen oder Pflegeheim - für jeden Anspruch gibt’s die passende Wohnoption.