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4,6 Millionen Euro für den Breitband-Ausbau

Bis Ende 2014 sollen insgesamt 57 Gemeinden im Eifelkreis eine schnelle Internet-Anbindung bekommen

(Bitburg) Der Breitband-Ausbau im Eifelkreis kommt zügig voran: In elf Gemeinden soll Ende November problemlos gesurft werden können. Weitere 46 Gemeinden sollen im nächsten Jahr folgen.

07.10.2013
Christophe Braun
Bitburg. Der Breitband-Ausbau sei "die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum", erklärt Helmut Berscheid, der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung in der Verwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm.
Das ist eine deutliche Ansage. Galt der Eifelkreis doch wegen fehlender oder zu langsamer Internetverbindungen lange Zeit als Sorgenkind im Land - schnelle Datenübertragungsraten waren in den Dörfern der Region so selten wie begehrt.

148 Gemeinden unterversorgt


Bis jetzt gelten 148 der insgesamt 235 Gemeinden im Kreis als unterversorgt. Unterversorgt, das bedeutet, dass mindestens 95 Prozent der Haushalte in einer Gemeinde mit Übertragungsgeschwindigkeiten von weniger als zwei Megabit pro Sekunde auskommen müssen.
Daran soll sich etwas ändern: Bis Ende 2014 sollen in drei aufeinanderfolgenden Bau-Abschnitten insgesamt 57 Gemeinden ans Breitband-Internet angeschlossen werden (der TV berichtete). Ziel ist, dass den meisten Haushalten in den Gemeinden nach dem Ausbau Datenübertragungsraten von 16 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.
Angemessene Übertragungsgeschwindigkeiten seien sowohl für den Wirtschaftsstandort als auch für private Haushalte wichtig, erklärt Helmut Berscheid. Und fügt an: "Es gibt keinen Kreis im Land, der sich so stark im Breitbandausbau engagiert wie wir!"
Der derzeitige Breitband-Ausbau im Eifelkreis verläuft in drei Schritten (siehe Extra). Im ersten Schritt sollen elf Gemeinden angeschlossen werden. Die Arbeiten laufen bereits und sollen bis Ende November abgeschlossen werden. Im zweiten Schritt sollen dreizehn Gemeinden folgen. Die Ausschreibung ist vor wenigen Wochen geendet. Zurzeit prüfe man die Angebote der Telekommunikationsanbieter, erklärt Berscheid. Er rechne damit, dass die Aufträge noch im Herbst vergeben werden könnten. Die Arbeiten könnten dann im Frühjahr 2014 beginnen.
Insgesamt wurden für die ersten beiden Ausbauschritte voraussichtliche Kosten von 2,2 Millionen Euro veranschlagt. 760 000 Euro davon übernimmt der Kreis. Die verbleibenden 1,5 Millionen werden aus Geldern der Europäischen Union (EU) und aus nationalen Mitteln finanziert. Im dritten Ausbauschritt sollen im kommenden Jahr weitere 33 Gemeinden mit Breitband versorgt werden. Dafür sind Kosten in Höhe von 2,441 Millionen Euro veranschlagt worden - bei einer Eigenbeteiligung des Kreises in Höhe von 854 000 Euro; den Rest übernehmen wiederum EU und Bund. Die Aufträge sollen in den nächsten Wochen ausgeschrieben werden. Bis Ende 2014 sollen 6340 Haushalte ans Breitband-Internet angeschlossen werden.
Extra
Schritt 1: Arzfeld, Badem, Fließem, Gondenbrett, Herforst, Echternacherbrück, Sankt Thomas, Sinspelt, Nieder- und Obergeckler sowie Weinsheim. Die Anschlüsse sollen bis Ende November 2013 gelegt sein. Schritt 2: Bettingen, Biesdorf, Kaschenbach, Lierfeld, Lünebach, Merlscheid, Niederweis, Orenhofen, Prümzurlay, Rittersdorf, Sellerich, Stockem und Wettlingen. Die Aufträge wurden ausgeschrieben. Zurzeit werden die Angebote der Telekommunikationsunternehmen geprüft. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen. Schritt 3: Winterspelt, Mützenich, Oberlascheid, Buchet, Watzerath, Weinsfeld, Steinmehlen, Rommersheim, Sef-ferweich, Röhl, Sülm, Trimport, Esslingen, Ingendorf, Messerich, Niederstedem, Oberstedem, Eisenach, Gilzem, Meckel, Euscheid, Lichtenborn, Eilscheid, Dackscheid, Metterich, Preist, Dahnen, Ernzen, Berscheid, Koxhausen, Leimbach, Emmelbaum, Ammeldingen. Die Ausschreibungen sollen in den kommenden Wochen erfolgen. Die Arbeiten sollen im Laufe des Jahres 2014 beginnen. cnb

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