Ihre Abenteuerlust, aber auch ihre soziale Ader leben sechs junge Burschen aus dem Raum Kyllburg in den kommenden drei Wochen aus. Sie haben einen der begehrten Startplätze bei der Allgäu-Orient Rallye ergattert.
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Am Freitag starten sie in Richtung Allgäu mit Ziel im Orient (von links): Daniel Hagnbuchner, Friedel Mathey, Frank Wagner, Marco Müller und Winfried Wolf. Nicht auf dem Foto ist Martin Turmann, aber auch er gehört zum Team Eifel. TV-FOTO: Rudolf Höser
Kyllburg. "Das ist keine Geschichte für Warmduscher", stellt Winfried Wolf fest, als er sich am Samstagabend mit Passanten unterhält, die auf die drei vor der Fußgängerbrücke in Kyllburg geparkten Rallyefahrzeuge aufmerksam werden. Zwei Golf und ein Passat, in der gleichen blauen Farbe lackiert und mit der Startnummer 32 versehen, mit Scheinwerfern auf dem Dach, im Gepäckträger stapeln sich die Ersatzreifen: So stehen sie da und warten auf ihren Einsatz bei der Allgäu-Orient Rallye (siehe Extra).
Frank Wagner, der Automechaniker des Team Eifel, hat die Fahrzeuge mit seinen Kameraden rallyetauglich aufgebaut. Das Team Eifel besteht aus Friedel Mathey (Versorgungstechniker), Frank Wagner (Automechaniker), Daniel Hagnbuchner (Vertriebsingenieur), Winfried Wolf, Marco Müller (Zimmerer) und Martin Turmann. "Eine Menge Arbeit. Da haben wir viele Stunden dran rumgeschraubt", so Wagner. Denn die Fahrzeuge müssen bestimmte Bedingungen erfüllen. So wie die Teams auch. Die Autos müssen mindestens 20 Jahre alt oder maximal 1111,11 Euro wert sein.
Tour für Abenteurer
Die Teams müssen einiges aushalten, denn die Rallye wird kein Spaziergang. Aber sie verspricht Abenteuer pur. Quer durch fremde Länder, mit alten Autos, ohne Navigationsgerät, nur nach Karte und nur über Landstraßen. Autobahnen sind tabu. Übernachtet wird im Zelt, Duschen ist Luxus.
"Das Ganze ist eine Herausforderung. Etwas Vergleichbares haben wir noch nicht gemacht", sagt Friedel Mathey, der Teamchef. Ihre Partnerinnen sehen das Unternehmen mit gemischten Gefühlen, das reicht von Begeisterung bis "… gut, wenn sie heil wieder zu Hause sind".
Auf dem Weg nach Baku werden sie Hilfsgüter an Kinderheime und Bedürftige verteilen. Einige Kyllburger haben Sachspenden mit auf den Weg gegeben. "So wird konkret geholfen", sagt Daniel Hagnbuchner.
Heute geht es los
So es den Abenteurern möglich ist, werden sie sich während ihrer Reise melden und die TV-Leser auf dem Laufenden halten.
Heute starten die Jungs in Kyllburg, am Samstag in Oberstaufen. Die Zielankunft in Baku ist für den 12. Mai geplant. In Kyllburg wird das Team Eifel wieder am 16. Mai erwartet.
Extra
Die 7. Allgäu-Orient-Rallye startet am 28. April in Oberstaufen (Allgäu). Sie führt über rund 6000 Kilometer bis ans Kaspische Meer nach Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan. Die 108 Startplätze für Teams von jeweils drei Fahrzeugen mit sechs Teilnehmern wurden im Internet vergeben. Sie waren nach Freischaltung der Seite in zwei Minuten weg. Das Team Eifel kam zunächst auf einen Nachrückerplatz, kann aber jetzt doch an den Start. Das Startgeld beträgt 222,22 Euro. Das Team Eifel rechnet mit Gesamtkosten je nach Verlauf von 15 000 bis 20 000 Euro. Nicht nur die Ankunft von mindestens einem Fahrzeug pro Team bringt Punkte für den Gesamtsieg, sondern auch die gezielte Verteilung von Hilfsgütern etwa in Kinderheimen entlang der Strecke. Die Fahrzeuge werden am Zielort für soziale Zwecke gespendet. rh
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