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Auf Dampfross-Spuren durch die Vulkaneifel

TV-Serie: Heute der Maare-Mosel-Radweg zwischen Daun und Bernkastel-Kues

(Daun/Bernkastel-Kues) Fahrradland Eifel: Mehrere Hundert Kilometer Radwege durchziehen mittlerweile die Eifel, das Netz auf ehemaligen Bahntrassen wächst kontinuierlich. Einer der beliebtesten ist der Maare-Mosel-Radweg zwischen Daun und Bernkastel-Kues.

27.05.2013
Christian Brunker
Daun/Bernkastel-Kues. Vor rund 30 Jahren, 1983 wurde die Bahnstrecke von Daun über Wittlich nach Lieser stillgelegt. Seit August 2000 rollen nun Fahrräder auf der ehemaligen Trasse, der Weg gehört zu den beliebtesten Radwegen in der Region Trier. Das belegen auch die Ergebnisse der neuen Zählstellen. 70 000 Radfahrer sind dort im Jahr unterwegs.

Wo kann man loslegen? Natürlicher Startpunkt ist der ehemalige Bahnhof in Daun. Dort stehen ausreichend Parkplätze fürs Auto zur Verfügung. Wem die knapp 60 Kilometer bis nach Bernkastel-Kues zu weit sind, kann auch erst in Wallscheid oder Wittlich einsteigen und die Strecke verkürzen, verpasst dann aber natürlich viele Schönheiten der Vulkaneifel. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Strecke zur Mosel hin zu fahren, denn dann rollt es sich gemütlich bergab.

Wie ist die Streckenqualität? Durchgängig hervorragend. Auf nahezu der kompletten Länge ist der Radweg mit einem guten Asphalt versehen. Lediglich bei der einen oder anderen Extra-Schleife muss man mit gröberem Belag rechnen.

Was gibt es unterwegs zu sehen? Viadukte, Tunnel, schöne Landschaften mit Spuren der alten Vulkane, Weinberge: Kaum ein Radweg der Eifel ist so abwechslungsreich. Langweilig wird es auf der Strecke nie. Besonders eindrucksvoll sind der 585 Meter lange Pleiner-Tunnel oder das hohe Viadukt direkt hinter Daun.
Je näher man der Mosel kommt, desto dichter ist auch das Netz an gastronomischen Angeboten, die zu einer Stärkung einladen. Was man allerdings nicht sieht - also zumindest nicht direkt am Radweg - sind die namensgebenden Maare. Wer die kreisrunden Seen sehen will, muss vom eigentlichen Weg abbiegen, beispielsweise in Schalkenmehren.
Für die Kinder ist außerdem der Weg zwischen Daun und Gillenfeld zu einem Kinderradweg gestaltet worden, wo Kinder viel Spannendes entlang des Weges entdecken können - beispielsweise, was die Schilder und Signale an einer Bahnstrecke bedeuten oder wie Maare entstehen.

Wie kommt man wieder zurück? Zwischen Bernkastel-Kues und Daun verkehrt der RegioRadler Maare-Mosel. Die Busse fahren alle zwei Stunden von morgens 7 Uhr bis abends 20 Uhr und bieten Platz für 22 Räder. Es empfiehlt sich, insbesondere bei größeren Gruppen oder an Tagen, an denen viele Radler unterwegs sind, vorab einen Platz zu reservieren. Informationen im Internet unter www.regioradler.de

Was gibt es noch zu verbessern? Das Einzige, was auf dem Radweg immer wieder stört, sind die vor fast allen Einmündungen versetzt auf dem Weg aufgestellten Warnschilder, so dass man nur in Schlangenlinien hindurchkommt. Nicht immer werden sie vorher ausreichend angekündigt, so dass gerade bei größeren Gruppen eine Unfallgefahr besteht. Zumal die meisten Einmündungen nicht so gefährlich oder schlecht einsehbar sind, dass solche Warnschilder gerechtfertigt wären.

Fazit: Spannende Angebote am Wegesrand, dazu eine abwechslungsreiche Landschaft von der Vulkaneifel bis hin zur Mosel, das Ganze auf einem gut rollenden Asphalt auf den Spuren einer alten Bahntrasse und überdies noch ein ergänzendes ÖPNV-Angebot für die Rückfahrt: Mit Recht gehört der Maare-Mosel-Radweg zu den Aushängeschildern im Eifeler Radtourismus. Wer ihn noch nie gefahren ist, sollte das unbedingt nachholen.

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