B51: Ursache des jüngsten tödlichen Unfalls unklar
Bei einer Polizeikontrolle auf der B51 in der Stedemer Senke, dem vierspurigem Abschnitt zwischen Flugplatz Bitburg und Meilbrück, wurde ein Fahrer mit Tempo 180 geblitzt. Kein Einzelfall. Unklar ist auch, wie es zu dem tödlichen Unfall am Sonntagmorgen bei Fließem kam.
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Insgesamt kassieren 104 Fahrer in sechs Kontrollstunden eine Anzeige – macht etwa alle drei Minuten ein Vergehen. Der ganz normale Wahnsinn auf der B51 geht weiter. „Es wird ohne Rücksicht gerast“, sagt Ulrich Müller, Polizeihauptkommissar von der Polizeidirektion Wittlich. Bei einer Kontrolle in der Stedemer Senke hinter dem Flugplatz Bitburg in Richtung Trier kassierten bei einer Kontrolle in nur sechs Stunden 104 Fahrer eine Anzeige, weil sie zu schnell unterwegs waren oder ihre Überholmanöver auf die Sperrfläche, der weiß-gestreifte Bereich am Ende der Überholspur, ausgedehnt haben. 164 weitere Fahrer kamen mit einer Verwarnung davon. „Das ist eine sehr hohe Beanstandungsquote“, sagt Müller und erklärt: „Mit fortschreitendem Ausbau mehren sich nun auch die Geschwindigkeitsverstöße.“
Polizei sucht Zeugen
Ein Fahrer wurde mit Tempo 180 geblitzt. Der Mann bekommt ein Fahrverbot von drei Monaten, eine Geldbuße von 600 Euro und vier Punkte in Flensburg. „Es folgten weitere Raser mit Geschwindigkeiten von 170, 167 und 166 Stundenkilometern“, sagt Müller, der daraus folgenden Schluss zieht: „Wir werden die Geschwindigkeitsüberwachung auf der B51 intensivieren.“
Unklar ist weiterhin, wie es zu dem tödlichen Unfall am Sonntagmorgen auf der B51 bei Fließem (der TV berichtete) gekommen ist, bei dem eine 52-jährige Frau aus dem Eifelkreis ihr Leben verloren hat. „Fest steht nur, dass ein 29-jähriger Fahrer aus unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn gekommen ist und dort mit dem Fahrzeug der Frau kollidierte“, sagt Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg. Der 29-Jährige wurde schwer verletzt. Ein Gutachter ist eingeschaltet. Es ist die erste Verkehrstote auf der Bundesstraße, die 2008 nach sechs tödlichen Unfällen als „Todesstrecke“ traurige Schlagzeilen gemacht hat.
Zeugen des Unfalls melden sich bei der Polizei Bitburg, Telefon 06561/9685-0, zu melden.
Hinweis: Ursprünglich hatten wir berichtet, jede Minute habe es drei Verkehrsverstöße gegeben. Das ist falsch. richtig muss es heißen: Alle drei Minuten gab es ein Verkehrsvergehen. Vielen Dank an den Leser, der uns darauf hingewiesen hat! Wir haben es korrigiert und bitten den Fehler zu entschuldigen.
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