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aus unserem Archiv vom 18. Juni 2013
Autor: Uwe Hentschel Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Bitburg Drucken

Bald fahren in Bitburg alle links herum

Bitburg will Mitte Juli mit der Testphase des seit langem geplanten Innenstadtrings beginnen. Bevor Bauausschuss und Stadtrat das Vorhaben in ihrer Sitzung am 27. Juni endgültig beschließen, gibt es am Mittwoch, 26. Juni, eine Bürgerversammlung, in der die Stadtverwaltung über das Verkehrskonzept informiert.
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Bitburg. Ob es wirklich rund läuft, muss sich zeigen. Allein vom Namen her jedoch ist der Innenstadtring wie jeder andere Ring eine runde Sache. Und Berthold Steffes, Leiter des Tiefbauamts, ist zuversichtlich, dass mit dem Ring auch der Verkehr rundläuft - wenngleich die Route rein optisch eher die Form einer Glocke hat.

Gleich nach dem Folklore-Festival, am Dienstag, 16. Juli, ist nun der Beginn der Testphase geplant. Ab dann wird der Verkehr um das Zentrum herum für ein Jahr lang über einen zweispurigen Einbahnstraßenring geführt. "Wir wollten mit der Umstellung nicht mehr vor dem Festival beginnen", sagt Steffes. So blieben in den Sommerferien immer noch gut vier Wochen, um sich an die neue Verkehrsführung zu gewöhnen, bevor der Schulbetrieb starte.

Für die Schüler wie auch alle anderen Fußgänger wird der Ring dazu führen, dass sie an den Ampeln nicht mehr so lange warten müssen. Denn durch die Einbahnstraßen-Regelung sind die Ampeln an den heutigen Kreuzungen nicht mehr nötig, was laut Steffes auch zu einer Änderung der Taktung bei den Fußgängerampeln führt.

Der Grund: Sind die Grünphasen dieser Ampeln bislang noch weitgehend an eine festgelegte Umlaufzeit sämtlicher Ampeln im Kreuzungsbereich gebunden, so sollen sie während der Testphase deutlich schneller geschaltet werden. Statt bislang bis zu 90 Sekunden müssten die Fußgänger dann maximal noch halb so lange auf grünes Licht warten, erklärt der Tiefbauamtsleiter. Gleichzeitig müssen Autofahrer nur noch dann mit einer roten Ampel rechnen, wenn Fußgänger die Straße überqueren. Ansonsten stünden die Ampeln für den Verkehr immer auf grün, erklärt Steffes.

Abgesehen von dem Abhängen einiger Ampeln und dem Aufstellen von rund 60 Schildern sind laut Steffes für die einjährige Testphase keine größeren Baumaßnahmen geplant. Zusätzlich zu Fahrbahn-Markierungen seien an einigen Stellen zudem auch sogenannte Leitelemente wie Betonwände, um die neue Verkehrsführung unmissverständlich deutlich zu machen. Um genauere Erkenntnisse über die Schülerströme vor und nach Unterrichtsbeginn zu bekommen, haben Studenten der Fachhochschule Trier die Fußgängerführung in Bitburg genauer untersucht.

Keine Komplikationen befürchtet

Die Ergebnisse dieser Studie würden der Stadt in Kürze vorgestellt, sagt Steffes, der darüber hinaus morgen noch einen Termin mit einem Unternehmen für Verkehrstechnik hat. Dieses soll sich um die Umsetzung der provisorischen Einbahnstraßen-Regelung kümmern. 45 000 Euro sind dafür im Haushalt veranschlagt. Der Tiefbauamtsleiter geht jedoch davon aus, dass es günstiger wird.

Zudem sei in der kommenden Woche noch eine gemeinsame Besichtigung mit dem Landesbetrieb Mobilität sowie der Polizei geplant. Und auch das Planungsbüro, das in den vergangenen Wochen die Straßen, auf denen der Ring verlaufen wird, vermessen hat (der TV berichtete), arbeitet laut Steffes mit Hochdruck an der Erstellung der Pläne für die neue Verkehrsführung. Mindestens ein Jahr soll die Testphase dauern. "Ich gehe davon aus, dass wir in der Anfangszeit auch noch hier und da nachsteuern müssen", sagt Steffes. Mit besonderen Komplikationen, wie von Kritikern befürchtet, rechne er allerdings nicht: "Warum soll jetzt hier alles zusammenbrechen? Bei Großveranstaltungen klappt das mit der Einbahnstraßen-Regelung ja auch." uhe

Die Ergebnisse der derzeit laufenden Untersuchungen sowie das Verkehrskonzept des Einbahnstraßenrings stellt die Stadtverwaltung am Mittwoch, 26. Juni, 19.30 Uhr, den Bürgern bei einer Info-Veranstaltung im Rathaus vor. Einen Tag später, am Donnerstag, 27. Juni, werden Bauausschuss und Stadtrat abschließend über das Projekt beraten.
Extra
Der Ring: Im Sommer 2012 hat der Stadtrat entschieden, den Innenstadtring für ein Jahr zu testen. 1300 Meter lang wird der Ring sein, der vom Borenweg über Denkmalstraße, Dauner Straße, Römermauer und Karenweg wieder bis zum Borenweg führt. Der Ring soll laut Verkehrsgutachten die Innenstadt um den Durchgangsverkehr von rund 7000 Fahrzeugen täglich entlasten. u

 



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