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Bei Anruf Geschichten aus Bitburg

Ein mobiler Reiseführer informiert spontane Touristen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt Bitburg. Man muss eine Telefonnummer wählen und zuhören. Der TV probierte alle Stationen des mobilen Reiseführers aus - und präsentiert in den kommenden Wochen die Ergebnisse des Praxistests.

22.04.2010
Von unserer Mitarbeiterin Bettina Bartzen
Bitburg. Viele kennen den Pferdemarktbrunnen "Am Graben". Aber nur wenige kennen die Geschichte dazu. Für Handybesitzer kann sich das schnell ändern, denn mit einem Anruf ins deutsche Festnetz werden insgesamt elf Sehenswürdigkeiten in Bitburg erklärt. Das Konzept für den neuen mobilen Reiseführer haben die Firma Bohl-Design, die Stadt Bitburg, Tourist-Info und die Firma Tomis gemeinsam realisiert. Der erste mobile Reiseführer in der Region soll dem spontanen Touristen oder dem Einheimischen die Geschichte Bitburgs innerhalb von nur zwei Minuten näherbringen. Der Anruf kostet lediglich die Gebühren ins deutsche Festnetz.
 
Der Stadtplan mit den jeweiligen Nummern ist in der Tourist-Information erhältlich, und schon bald werden die Nummern an den Sehenswürdigkeiten zu lesen sein.
 
"Die Hörbeiträge sollen auch später auch auf Englisch und Niederländisch übersetzt werden. Dazu brauchen wir noch einen Sponsor", sagt Kommunikationsdesigner Stefan Bohl, der zusammen mit der Stadt Bitburg das Projekt finanziert. Die Hörbeiträge samt Stadtplan können auch im Internet heruntergeladen werden.
 
Mit dem iPhone geht es auch umgekehrt: Je nach Standort schlägt das Gerät die nächstliegende Sehenswürdigkeit vor. "Eine Konkurrenz zu persönlichen Stadtführungen ist der mobile Reiseführer allerdings nicht", betont Bohl.
 
Unser erstes Testobjekt ist der Pferdebrunnen "Am Graben". Einmal die Rufnummer 089-21 08 33 06 51 05 wählen, und eine sympathische Stimme erzählt vom Bildhauer Roger Delleré, der 1992 den Pferdebrunnen baute. Schillings Klaus und Jeschkes Fritz, zwei Bitburger Pferdehändler, die den Pferdekauf mit einem Handschlag besiegeln. Der Hintergrund: In Bitburg sorgten große Pferde- und Viehmärkte für einen wirtschaftlichen Aufschwung.
 
Die Geschichte führt den Besucher dann weiter zur Kreisverwaltung in der Trierer Straße. Eine Bronzeskulptur "Treverer Pferde" von Günter Manke erinnert an die berühmten Pferdezüchter. Die Treverer waren ein keltischer Stamm und lebten schon vor den Römern im Bitburger Land. Sie waren für ihre Pferdezucht berühmt. Trier wurde zur Römerzeit übrigens nach diesem keltischen Volksstamm benannt: die Stadt der Treverer, Augusta Treverorum.
 
Extra Um die mobile Führung zu mitzumachen, muss man die Telefonnummer 089/21 08 33 06 51 plus zweistellige Kennziffer wählen: 01 Bierbrunnen 02 Archäologischer Rundweg und Lapidarium 03 Römermauer 04 Rathaus und Glockenturm 05 Pferdemarkt 06 Denkmalstraße 07 Gäßestrepper Brunnen 08 Kreismuseum 09 Kreisverwaltung 10 Haus Beda 11 Die ehemalige Burg mit Waisenhauspark