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Der Neue ist ein Altbekannter: Gläubige begrüßen Sebastian Peifer als Pfarrer in Neuerburg

(Neuerburg) Sebastian Peifer, bisher Kaplan und Kooperator in der Pfarreiengemeinschaft Neuerburg (Eifelkreis Bitburg-Prüm), ist in einem feierlichen Hochamt in sein Amt als Pfarrer eingeführt worden. Die Gläubigen begrüßen die Entscheidung des Bischofs, Peifer weiterhin in Neuerburg einzusetzen.

04.01.2016
Neuerburg. Es ist unüblich, dass ein Geistlicher dort zum Pfarrer beordert wird, wo er vorher als Kaplan und Kooperator tätig war. In Neuerburg ist jetzt aber genau das eingetreten. Sebastian Peifer ist seit Sonntag der Pfarrer der mit 14 Pfarreien flächenmäßig größten Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier. Er betreut nun 7800 Gläubige.
Und die Gläubigen begrüßen das sehr. Er sei vor Ort bekannt und beliebt, kenne die Nöte und Sorgen der Gläubigen, er sei genau der Richtige, hieß es übereinstimmend von vielen Gottesdienstbesuchern. Nachdem sein ehemaliger Chef, Pfarrer Stefan Trauten, vor 16 Monaten nach Heusweiler ins Saarland gewechselt ist, war die Stelle vakant. Die Verwaltung der Pfarreien hatte in dieser Zeit Sebastian Peifer übernommen. Der 37-Jährige stammt aus Koblenz und lebt seit 2008 in Koxhausen. Woanders bewerben wollte er sich nicht. "Ich werde hier gebraucht", sagt er. Deshalb habe er sich auch gefreut, als Bischof Stephan Ackermann ihn gefragt hat, ob er die Nachfolge von Stefan Trauten antreten möchte. "Ich bin hier vertraut mit allem - nach so vielen Jahren hängt man an den Gemeinden", sagt er vor seiner Einführung gegenüber dem Trierischen Volksfreund.
Danach gefragt, wo seine Stärken liegen, antwortet er bescheiden: "Das müssen andere beurteilen." Ihm sei es ein Anliegen, "den Leuten in der Kirche so viel Heimat wie möglich zu geben".
Für die Zukunft hat er sich vorgenommen, "das viele Gute, das wir begonnen haben, weiterzuführen." Die Zusammenarbeit solle weiter gestärkt werden. Er wünsche sich, dass man mehr miteinander statt gegeneinander spreche, "damit es wirklich eine Pfarreiengemeinschaft wird, wo es um die Sache der Kirche geht."
Für ihn bedeutet sein neues Amt ein weites Aufgabenfeld. "Ich habe mit jungen wie mit alten Menschen zu tun - also mit der vollen Bandbreite des Lebens." Das mache diesen Beruf so vielfältig. Natürlich gebe es bei so vielen Pfarreien auch Spannungen, aber das Organisieren und Prägen mache ihm Spaß. Und zu überlegen, wie Kirche heute funktionieren könne - das sei eine unheimlich faszinierende Aufgabe.
Damit er das nicht ganz alleine tun muss, kann er auf bewährte Kräfte bauen. Ihm zur Seite stehen Kooperator Pater Horst Brandt, die Gemeindereferentin Hilde Telkes und Pfarrer Werner Assmann, Priester im Ruhestand.
Feierlich war dann auch der Einführungsgottesdienst: In einer Prozession kamen Messdiener und Zelebranten vom Pfarrhaus hinunter zur Pfarrkirche St. Nikolaus, wo die Pforte weit geöffnet wurde. Zu den Klängen des Musikvereins Neuerburg zog die Schar, angeführt von zwei Fahnenträgern, in die Kirche ein. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Kirchenchor-Gemeinschaft Neuerburg-Ammeldingen gestaltet.
Pastor Hermann-Josef Norta führte die Ernennung im Auftrag des Trierer Bischofs Ackermann durch. Sebastian Peifer sprach den Amtseid und gelobte: "Ich verspreche, meine Aufgabe als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Neuerburg gewissenhaft zu erfüllen."
In seiner Predigt nahm der neue Pastor die Worte des Evangeliums auf. "Am Anfang war das Wort. Ein Wort unseres Bischofs und der Pastor war ernannt. Manch einer hat es geahnt, manch einer gehofft, die meisten jedenfalls, ich auch, waren überrascht", sagt Peifer. Er verglich seine Person, die Gemeinschaft aller Pfarreien und die dort engagierten Frauen und Männer mit einem Orchester und stellte dabei fest, dass es auf jede einzelne Stimme ankomme. Die Aufgabe des Dirigenten wolle er gerne übernehmen. rh/sn

 

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