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Die besten Schwestern im Eifelkreis

23 Gründungsmitglieder und viele Gäste kamen zur Gründungsversammlung des 184. Clubs Bitburg-Prüm der deutschen Union von "Soroptimist International" nach Biersdorf. Unter anderen mit dabei war die Gouverneurin der norwegischen Union, Unn Baadstrand Skare.

15.06.2008
Biersdorf. (lyv) "Wir wollen die Kugel ins Rollen bringen", hieß das Motto des Tages. Nach vier Jahren Vorbereitungszeit haben es 23 Frauen aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm geschafft, ein Pendant zu den reinen Männerclubs Rotary und Lions zu gründen. Es sei der Wunsch von Frauen gewesen, sich zu engagieren, und das trage nicht zuletzt zur Selbstverwirklichung bei, sagte Gründungspräsidentin Elfriede Fuchs.

Sich des Schicksals von Frauen und Mädchen anzunehmen, sei das Ziel, auch in Afrika. So trage das Projekt "Go for water", dem sich die Clubmitglieder annehmen, dazu bei, Brunnen zu errichten, um einem Dorf Wasser zu geben. Denn die Frauen in Afrika laufen dafür täglich bis zu 20 Kilometer weit. "Mit dem heutigen Tag wünsche ich mir, dass die Kugel nicht nur ins Rollen kommt, sondern von selbst läuft", sagte Fuchs.

Mit dem Brauch der Kerzenzeremonie vereinte sich der Club mit den Schwestern der Deutschen Union, der Europäischen Föderation und den "Soroptimist International".

Die Charterurkunde an die Bitburger Präsidentin überreichte in heimischer Tracht Unn Baadstrand Skare, Gouverneurin der norwegischen Union. Gleichzeitig steckte sie Fuchs die Anstecknadel mit dem Logo der Soroptimisten an, das eine Frau mit erhobenen Armen zeigt, umringt auf der einen Seite von Eichenlaub und auf der anderen von Lorbeerblättern.

Mit dem Eichenlaub sei die Stärke der Organisation symbolisiert, während Lorbeer für Erfolg stehe, erklärte die Norwegerin. Die erhobenen Arme seien gleichzustellen mit offenen Armen für Freiheit und Verantwortung. Danach erhielten auch die anderen Gründungsmitglieder aus der Hand der Trierer Patinnen Annette Laux und Juliette Willinger-Rass die Pins.

Als Bürgermeister von Bitburg und Rotarymitglied wünschte Joachim Streit "seinen" 23 Schwestern "genügend Eigenliebe, um ihre Liebe an andere Menschen weitergeben zu können". Ebenfalls über die neuen Schwestern und den Zuwachs an Service-Clubs freute sich Michael Ringelstein vom Lions-Club Bitburg.

Die Journalistin und Schriftstellerin Martina Kempff hielt den Festvortrag, in dem sie die Rolle der Frau vom Mittelalter bis ins heutige Eifelleben darstellte. Seit sie in der Eifel wohne, habe sie erkannt, wie wunderbar die Menschen hier sind. Aber auch Notleidende habe sie gesehen.

Daher wünsche sie sich, dass mit den Soroptimistinnen auch ´in der Region Menschen Wärme finden können.