Autor: Von unserer Redakteurin Katharina HammermannDruckenE-Mail
Eine Stadt-Ecke im Wandel
Die Firma Köster hofft, noch in diesem Jahr mit dem Umbau ihres ehemaligen Firmensitzes an der Ecke Neuerburger Straße/Karenweg beginnen zu können. Geplant ist, das leerstehende Gebäude in ein Geschäftshaus zu verwandeln.
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So soll das Gebäude der Firma Köster an der Ecke Neuerburger Straße/Karenweg in Bitburg künftig aussehen. Plan: Architekturbüro Otmar Adames
Bitburg. Wer sich für Stadtentwicklung interessiert, kann an Bitburg seine helle Freude haben. Denn für eine Stadt dieser Größe ist sie ungeheuer lebendig, planungs- und wandlungsfreudig. Einer der vielen Orte, an dem sie ihr Gesicht im letzten Jahrzehnt grundlegend gewandelt hat, ist der Stadteingang an der Neuerburger Straße: Erst kam Aldi, dann Edeka, im Gepäck hatten sie neue Verkehrskreisel, Straßengrün, das seinesgleichen sucht, und auch die umliegenden Häuser wurden hübsch renoviert.
Einzig das Eckhaus an der Kreuzung Neuerburger Straße/Karenweg hat sich dem Wandel bisher versperrt. An mangelndem Willen seiner Besitzer lag es nicht. Denn schon seit mehreren Jahren versucht die Firma Köster, den ehemaligen Sitz ihrer Baustoffhandlung an den Mann zu bringen. Die Pläne für Sanierung und Umbau sind fertig: Die Fassade des Gebäudes soll neu gestaltet werden, ein neues Dach ist geplant sowie ein halbrunder Anbau, der den größten Teil der Baulücke schließen soll, die zwischen dem Parkhaus und dem Köster-Gebäude liegt. Auch die Baugenehmigung liegt vor.
Das Problem ist laut Firmensprecher Wolfgang Mayer, dass es nicht ganz einfach ist, Mieter für das ungewöhnliche Gebäude zu finden, in dessen Erdgeschoss sich bis 1996 das Fliesengeschäft der Firma Köster befand, während im ersten Stock das Baustofflager war. Denn die Einheiten sind so groß, dass sie für Wohnungen nicht in Frage kommen. Geeignet wären sie für Geschäfte, Büros, Praxen oder Kanzleien. Es gebe auch einige Interessenten, sagt Mayer, der hofft, dass sich noch weitere finden, sodass die Finanzplanung steht und es mit dem Umbau noch dieses Jahr losgehen kann. Die Ausschreibung laufe bereits.
Doch auch wenn das Köster-Haus tatsächlich bald in neuem Glanz erstrahlt, ist in diesem Teil Bitburgs noch lange nicht Schluss mit dem Wandel. Denn schräg gegenüber am Rautenberg wird fleißig weitergeplant. Nachdem das sogenannte Rautenbergzentrum vom Tisch ist (der TV berichtete), ist nun im Gespräch, dort den "Limbourger Hof" zu bauen, der in drei Gebäuden zusammen rund 4000 Quadratmeter Fläche bieten würde. Gedacht ist an die Ansiedlung eines Edeka-Centers mit einer Verkaufsfläche von rund 2500 Quadratmetern. 800 Quadratmeter im zweiten Gebäude würde die Drogeriekette dm nutzen, und das dritte Gebäude hätte ebenfalls 800 Quadratmeter, die im Erdgeschoss von einem PC-Spezialisten und der Sandwichkette Subway genutzt werden könnten. Pläne, die Mayer nicht schrecken, denn er glaubt, dass all das auch die Köster-Ecke beflügeln könnte.
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