region/bitburg

Ex-Schiri bringt Norbert Blüm ins Spiel

(Bitburg) Der ehemalige Fifa-Referee Herbert Fandel holt den Polit-Promi für seine Gesprächs-Reihe "Einblicke" ins Haus Beda. Der Gastgeber verrät, worüber die zwei Multitalente sprechen werden und was ihn an Blüm fasziniert.

28.10.2017
Nicolaj Meyer
Bitburg Sie wollten schon immer mal mehr erfahren über einen Kabarettisten, einen Kinderbuchautor, einen Professor für Theologie der RWTH Aachen, den Vater eines Rockstars - oder den Mann, der so lange kein anderer Helmut Kohls Regierungskabinett angehörte?
Das alles ist Norbert Blüm. Am Donnerstag, 23. November, ist er bei Herbert Fandel im Bitburger Haus Beda zu Gast. Was der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Fandel dort mit Blüm diskutieren möchte, hat unser Reporter Nicolaj Meyer vorab erfahren.

Was erwartet die Besucher am Donnerstag, 23. November, im Haus Beda?

Fandel: "Im ersten Teil geht es um den Menschen. Wie ist Blüm aufgewachsen, warum ist er Politiker geworden? Dann sprechen wir über Inhalte, einiges auch politisch und am Schluss geht es meist ins Boulevardeske."
In erster Linie kennt man Norbert Blüm (82) als CDU Politiker: Er war der einzige Minister in Helmut Kohls Zeit als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, der während der kompletten Regierungszeit von 1982 bis 1998 dem Regierungskabinett angehörte. Wird es also auch um den Altkanzler gehen?
Fandel: "Das Thema Kohl zieht die Menschen an. Weitere Themen sind für mich aber auch die Ehe für alle oder die Rente, aber auch Donald Trump oder Angela Merkel."

Warum wollten Sie gerne Herrn Blüm in Bitburg präsentieren?

Fandel: "Blüm ist ein einfacher Mann mit Schläue, Verwegenheit, aber auch klarem Standpunkt. Gerade dieses klare Profil fasziniert mich - wie generell der Weg von Menschen, die großen Erfolg in ihren Bereichen haben."
Der gebürtige Rüsselsheimer Blüm profilierte sich vielfältig. Auch Sie sind ein Multitalent: preisgekrönter Pianist, Fifa-Schiedsrichter und Moderator? Gibt es Gemeinsamkeiten?
Fandel: "Man kann sagen, wir beide versuchen, verschiedene Dinge unter einen Hut zu bekommen."

Sind Sie denn ebenfalls ein politischer Mensch?

Fandel: "Ja. Ich meine, man muss sich heutzutage einmischen. Auch Menschen des öffentlichen Lebens sollten ihre Meinung kundtun. Vor der Bundestagswahl zu einer Partei bekennen würde ich mich aber nicht, da bleibe ich neutral."

Wie klappt das eigentlich, dass Sie regelmäßig so prominente Persönlichkeiten in ihre "Einblicke" bekommen?

Fandel: "Ich habe schon oft auf Veranstaltungen Leute direkt angesprochen. Etwa so ein Bankett beim DFB-Pokalendspiel ist eine gute Gelegenheit. Viele Menschen sind nun mal fußballaffin. Da hilft es auch, ehemaliger Top-Schiedsrichter zu sein."

Was treibt Sie an, sich für diese Veranstaltung so ins Zeug zu legen?

Fandel: "Ich möchte den Bitburgern solche Promis näher bringen, den Menschen hautnah zeigen. Und die Einblicke sind besonders wertvolle und schöne Momente in meinem Leben."

Wen könnten Sie sich zukünftig noch als Gast im Haus Beda vorstellen?

Fandel: "Mario Adorf, Senta Berger oder Samuel Koch wären sehr interessante Gäste. Aber auch Miro Klose oder Jogi Löw wären richtige Magneten."
Einlass zur Veranstaltung "Einblicke" mit Norbert Blüm und Herbert Fandel im Haus Beda ist am Donnerstag, 23. November, um 18 Uhr. Um 19 Uhr geht das Gespräch los.
Vorverkaufsstart ist am Donnerstag, 2. November, ab 8 Uhr. Die Tickets kosten 15 Euro für Erwachsene und zehn Euro ermäßigt.
Karten gibt es bei allen Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen und unter
www.ticket-regional.de
Extra: FANDEL`S EINBLICKE

2010 startete Herbert Fandel, Leiter des Kulturamts bei der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, die Gesprächsreihe "Einblicke". Der ehemalige Fifa-Schiedsrichter, der 1964 in Utscheid-Rußdorf geboren wurde, möchte Persönlichkeiten aus Politik, Sport, Kirche und Gesellschaft in die Eifel bringen. Die Gäste sprechen über ihren eigenen Lebensweg, ihre Ansichten und über gesellschaftspolitische Themen unserer Zeit. Das Benno-Raabe-Jazz-Trio lockert die Unterhaltung musikalisch auf. Bisher waren neben Friedrich Nowottny, Kurt Beck, Lothar de Maizière, Theo Zwanziger und Heiner Geißler auch Persönlichkeiten wie der Trierer Bischof Stephan Ackermann oder Franz Mohr aus New York zu Gast.