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Gerd Wanken bekommt am Freitag die Bitburger Ehrenplakette

(Bitburg) Mit Herzblut und Begeisterung dabei: Gerd Wanken bekommt am Freitag die Ehrenplakette der Stadt Bitburg verliehen. Dass er diese auch verdient hat, können diejenigen, die ihn kennen und mit ihm gearbeitet haben, nur bestätigen - „maximi honoris causa“!

13.09.2017
Uwe Hentschel
Wahrscheinlich ist ihm das unangenehm, wenn er heute Morgen die Zeitung aufschlägt und diesen Text liest. Gerd Wanken ist nun mal keiner, der gerne im Mittelpunkt steht. Am Freitag lässt sich das jedoch nicht vermeiden. Dann bekommt der 63-Jährige die Ehrenplakette „maximi honoris causa“ verliehen. Diese Würdigung ist neben der Ehrenbürgerschaft die höchste Auszeichnung der Stadt Bitburg. Bislang wurde sie erst sieben Mal überreicht. Nun ist Wanken im Ruhestand. Zuvor war er Leiter des Hauses der Jugend (HdJ), das er selbst mit aufgebaut hat. Für viele Menschen aus Bitburg und Umgebung ist die Einrichtung mehr als nur eine Institution. Sie haben dort ihre Jugend verbracht. 
Der TV hat einige von ihnen gefragt, was sie an Gerd Wanken besonders schätzen. Torsten Hauer (langjähriger Kollege und neuer Leiter): Was ich an Gerd bewundere, ist die Art, wie er Menschen begeistern kann. Er hat bei vielen Menschen die Lust am Haus der Jugend geweckt und auch dafür gesorgt, dass sie dort hängenbleiben. Für mich ist Gerd ein großer Mensch, von dem ich viel lernen konnte und der meinen beruflichen Werdegang definitiv beeinflusst hat. Tatsache ist, dass er seine Arbeit vom ersten bis zum letzten Tag mit viel Herzblut gemacht hat. Maike Reißdörfer (Ehrenamtliche und Mitglied im Hausparlament): Ich schätze an Gerd seine Herzlichkeit sowie sein offenes Ohr für jeden, zu jeder Zeit. Auch ist seine Begeisterung für die Integrationsarbeit bewundernswert. Er versteht es auch, diese Begeisterung weiterzugeben. 
 
Stephan Garçon (Wegbegleiter der frühen Jahre): Er hat nie den Chef raushängen lassen, war wirklich einer von uns. Und er hat selbst in der größten Hektik eine vertrauensvolle Ruhe ausgestrahlt. Vorbildlich! Peter Klein (Ehrenamtlicher Organisator der integrativen Musik-AG): Gerd hat ein großes Herz für Menschen, er lebt Inklusion vor.
Rolf Seydewitz (TV-Chefreporter und langjähriger Ehrenamtlicher): Gerd akzeptiert jeden Menschen so, wie er ist. Und er gibt jedem das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden.
Katja Reisen (Ehrenamtliche und Mitglied im Hausparlament): Was ich an Gerd schätze, ist sein gutes Herz und sein unermüdliches Engagement.
Peter Berger (Mitglied der Gründungsinitiative): Gerd war immer für große Herausforderungen bereit. Seit den Anfängen in der Messdienerarbeit St. Peter hat sich mit Gerd die verbandliche und die offene Jugendarbeit in Bitburg zukunftsweisend und nachhaltig entwickelt. Das politische und gesellschaftskritische Engagement fanden bei ihm stets einen guten Nährboden. Die Jugendarbeit der letzten fünf Jahrzehnte hat mit ihm einen Namen bekommen. Joachim Kandels (Bürgermeister): Ich schätze an Gerd Wanken, dass er für Bitburg ein stets verlässlicher Partner war und dass er die wertvolle Arbeit des Hauses der Jugend zu einem Markenzeichen der Jugend- und Integrationsarbeit weit über die Grenzen unserer Stadt gemacht hat. Er verstand es in hervorragender Weise zu begeistern und Ehrenamtliche für die Jugend- und Behindertenarbeit zu gewinnen. Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass Inklusion in Bitburg kein Fremdwort ist, sondern gelebt wird.
Joachim Streit (Landrat, ehemaliger Bürgermeister): Gerd Wanken hat die Jugendarbeit in Bitburg mit seiner Person geprägt wie kein anderer. Ich schätze seine Wahrhaftigkeit. Damit ist er unseren Kindern, aber auch uns Vorbild!
Renate und Günter Richartz (beide Ehrenamtliche): Wir zollen Gerd unseren allergrößten Respekt für seinen unermüdlichen Einsatz mit hoher Fachkompetenz und Herz für die Jugend, mit und ohne Beeinträchtigung! 
Stefanie Zenner (Ehrenamtliche) Gerd hat immer ein offenes Ohr für jeden und (er) hat wie kein anderer vorgelebt, was Integration wirklich bedeuten kann.
Stefan Bohl (Wegbegleiter der frühen Jahre): Als Jugendlicher war ich bei den ersten Stunden in der Teestube und bei vielen Aktionen des HdJ dabei. Damals bedeutete Integration fast schon, Hauptschüler, Realschüler und Gymnasiasten in einem Raum zu versammeln, was nicht einfach war. Später durfte ich aktiv im Bistro und als Hausmeistervertreter mitarbeiten. Meine Kinder haben bei Dir im HdJ an Jugendfreizeiten teilgenommen. Ich möchte Dir – auch im Namen vieler HdJ-Freunde – für viele tolle Erfahrungen danken und dafür, dass Du viele von uns auch etwas in die richtige Richtung geschubst hast. Danke Gerd!