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Immer wieder eine Premiere: Beda-Markt nach altem Rezept und erstmals mit Streetfood-Festival

(Bitburg) Es ist wieder Beda-Markt: Von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. März, werden Tausende von Besuchern in der Stadt erwartet. Auch die 37. Auflage der regionalen Gewerbeschau kommt mit altbewährtem Konzept - und einigen Premieren.

23.02.2016
Eileen Blädel
Bitburg. "Autozelt" oder "Färsenschau" - immer, wenn in Bitburg Beda-Markt ist, tauchen im Wortschatz der Eifeler ganz bestimmte Wörter auf, die unweigerlich mit dem Großereignis verbunden sind. Aber etwas namens "Dim Sum" habe da so gar nichts verloren? Dieses Jahr schon: Zum ersten Mal gibt es auf der größten Gewerbeschau der Region ein Streetfood Festival, das einen Hauch von internationaler Küche in die Eifel bringt.

Hauch von internationaler Küche


Die Idee dazu hatte die Firma Gangolf, auf deren Gelände am Sonntag von 11 bis 18 Uhr an die 20 Essensstände alles Mögliche an Frischzubereitetem anbieten werden - darunter auch viel Vegetarisches und Veganes. Weil das Bitburger Familienunternehmen den Landmaschinenhandel aufgibt (der TV berichtete) und daher mit den Nutzfahrzeugen auch nicht bei der Ausstellung mitwirken kann, aber trotzdem beim Beda-Markt dabei sein möchte, haben sich die Organisatoren "etwas Neues und Frisches" ausgedacht - und zwar ganz kurzentschlossen, nachdem sie selbst den neuen Trend in Luxemburg probiert hatten.

Katharina Gangolf gibt aber zu: "Nein, gegessen haben wir jetzt auch noch nicht alles. Wir wissen also selbst noch nicht genau, was das wird - aber dass es gut wird, da sind wir uns sicher." Etwa 500 Sitzplätze wolle man in der großen Werkstatthalle bereithalten, daneben gibt es Essens- und Getränkestände auf dem Hof, und auch wenn die Rückmeldungen bislang positiv seien: So wirklich habe man "keine Ahnung, wie viele Leute kommen", sagt Katharina Gangolf. "Wir sind einfach gespannt darauf, wie es ankommen wird und hoffen auf schönes Wetter. Es gibt auf jeden Fall jede Menge zu essen."

Während es in der Saarstraße 37 also mit einer Premiere versucht wird, hält man drumherum an bewährten Konzepten fest - wobei ja auch die einst nicht mehr als eine Idee waren. Und zu etwas ganz Großem heranwuchsen. Die drei Grundpfeiler, auf denen der Beda-Markt aufgebaut wurde, sind heute noch klar zu erkennen - auch wenn sich das Angebot Jahr um Jahr verbreitert hat (siehe auch Extra): Autos, Landwirtschaft und Handwerk bleiben das Herzstück der Schau.

Das Handwerk ist davon die jüngste Säule und seit 1985 auf dem Markt vertreten. Und dass die Besucher gerne ihre Runden im Handwerkerzelt drehen, wen wundert’s: Läutet der Beda-Markt doch auch irgendwie immer den Frühling ein, und damit "die Zeit, in der man am Haus endlich wieder etwas tun kann", wie Rudolf Rinnen sagt. Das Zelt werde auch schön voll, verspricht er: Etwa 80 Aussteller seien bereits angemeldet, so viele wie auch im Jahr davor. Und noch ein kleiner Tipp am Rande für die jüngere Generation: Die Aussteller wollen auf dem Beda-Markt zwar so viele Kunden wie möglich ansprechen, aber nicht nur das. Viele richteten sich gerade auch an "junge Leute", sagt Rinnen - in der Hoffnung, sie für eine Ausbildung gewinnen zu können.

Wer auf edle Karossen und viel PS steht, ist im Autozelt gut aufgehoben - dort werden wieder die edelsten Fahrzeuge zu sehen sein, nämlich 100 Modelle auf 3000 Quadratmetern. Im vergangenen Jahr hatten sich die Autohändler dazu noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Volkswagen-Sonderausstellung. Das Oldtimerzelt soll es dieses Mal auch wieder geben, allerdings mit Autos der Marke Ford. "Und das, was wir jetzt präsentieren, angegliedert an die Automobilausstellung, werden wir im Herbst beim Autofestival auch wieder übernehmen", sagt Organisator Edgar Bujara.

Wie die Autos dürfen auch sie von Anfang an nicht beim Beda-Markt fehlen: Kühe, Fleischrinder, Färsen und weiteres Getier. Die landwirtschaftliche Ausstellung und die Tierschauen auf dem Auktionsgelände im Südring werden von der Rinder-Union West organisiert. Und, wer hätte das gedacht - auch dort geht es richtig international zu: Da gibt es Highland Cattle, also schottische Hochlandrinder, oder Blonde d’Aquitaine, eine Rinderrasse, die ihren Ursprung im Südwesten Frankreichs hat, und - da ist sie wieder, die Premiere - zum ersten Mal auch ein Tier der japanischen Rasse Wagyu.

Das ist es eben, was diesen Beda-Markt immer wieder ausmacht: Altbewährtes - und trotzdem Dinge, die noch überraschen. Wie "Dim Sum". Das sind übrigens kleine, gedämpfte oder frittierte Gerichte, und aus dem Chinesischen übersetzt heißt das so etwas wie "das Herz berühren". Und das passt dann doch irgendwie zur Eifel, zu Bitburg, und zum Beda-Markt.
Extra
Gesundheit: Wohlfühlatmosphäre kommt in der Stadthalle auf. Dort versammeln sich Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr, wieder Aussteller, die ihre Angebote rund um Gesundheit und Fitness vorstellen. Kunst: Kunsthandwerker tummeln sich bekanntlich im Haus der Jugend - mit allem, was kreativ ist: Schmuck, Dekorationen, Edelsteine, Floristik und Bastelarbeiten. Freitag von 12 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Kirmes: Eine Fahrt im Auto-Scooter, ein Duell im Pfeilwerfen oder eine doppelte Portion Zuckerwatte: Das alles gibt es nur in dem Vergnügungspark in der Bedastraße. Freitag von 12 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Bücher: Schnäppchen gibt es beim Bücherflohmarkt im Haus Beda zu ergattern. Freitag von 11 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Die Volkstanzgruppe Bitburg bietet samstags und sonntags Kinderschminken an und führt Tänze auf. Auch noch unbedingt merken: Am Samstag, 15 Uhr, eröffnen die Buchpaten die Lila Lesevilla am Petersplatz, ein kostenloses Angebot für Lesebegeisterte. Auftakt: Los geht es am 18. März, 11 Uhr, im Autozelt mit einer vom TV moderierten Gesprächsrunde. eib

 

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