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aus unserem Archiv vom 07. September 2010
Autor: Von unserer Redakteurin Katharina Hammermann Drucken  E-Mail

In Zukunft kreuzungsfrei

Während die ersten Überholspuren schon im Bau sind, schreitet auch die weitere Planung für eine sicherere B 257 voran. Die meisten Gemeinden stimmen dem Konzept zu, das für die Zukunft weniger, dafür kreuzungsfreie Auffahrten vorsieht. Nur in Birtlingen regt sich Protest.

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Bitburg/Irrel. Manchmal sind sich Menschen erstaunlich einig. So wie im Fall der B 257, die nach zahlreichen Unfällen, bei denen Menschen getötet oder schwer verletzt wurden, einhellig als zu gefährlich empfunden wird. Daher wird an dieser Straße in den kommenden Jahren einiges verändert, um die Gefahrenpunkte zu entschärfen:
 
Die Auffahrten sollen sicherer werden. In Zukunft werden Fahrer auf die B 257 abbiegen können, ohne den Gegenverkehr kreuzen zu müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen bei der Auffahrt Messerich/Niederstedem sowie bei jener nördlich von Wolsfeld Brücken gebaut werden. Bei Niederweis hingegen soll die bestehende Brücke Richtung Prümerburg genutzt werden, um den Verkehr nach Irrel gleich auf der richtigen Seite einzufädeln. Ähnliches ist in Alsdorf geplant, das künftig eine eigene Anschlussstelle haben soll. Die Auffahrt südlich von Wolsfeld hingegen soll geschlossen werden, ebenso wie jene bei Birtlingen.
 
Bei den meisten betroffenen Dörfern kommen die Pläne des Landesbetriebs Mobilität (LBM) gut an. Viele Ortsgemeinderäte haben den kreuzungsfreien Ausbau der B 257 in den vergangenen Wochen bereits für gut befunden. Und andere werden dies bald tun. So wie Wolsfeld. "Das ist das, was wir immer gefordert haben", sagt Ortsbürgermeister Heinz Junk. Dass die Wolsfelder, die Richtung Irrel wollen, künftig in Alsdorf auffahren, findet er unproblematisch. "Das ist ja kein Umweg", sagt Junk. Auch in Niederstedem, Niederweis, Dockendorf oder Messerich stößt das Konzept auf Zustimmung. "Das ist wirklich eine gute Sache", sagt Willi Niederprüm, Ortschef von Niederstedem. Es gehe schließlich um Menschenleben.
 
Einzig die rund 80 Birtlinger sind gar nicht froh mit den Plänen, denn sie wollen ihre Auffahrt Richtung Bitburg behalten. "Wir wollen nicht immer über Messerich gurken. Das ist ja doppelt so weit", sagt Ortsbürgermeister Erwin Elsen, der auch zu bedenken gibt, dass die Straße nach Messerich wegen Hochwassers manchmal tagelang unbefahrbar sei. Zudem fürchtet er, dass die Birtlinger Immobilien an Wert verlieren. Er habe dem LBM vorgeschlagen, die Kreuzung durch einen Kreisel zu entschärfen. Das sei jedoch nicht gut angekommen. Kurz: Birtlingen will sich gegen die Schließung seiner Zufahrt wehren.
 
Bis diese allerdings akut ansteht, wird noch viel Wasser die Nims runterfließen. Denn die Abstimmungen und Planungen erfordern Zeit. Nächstes Jahr ist laut LBM noch nicht mit Baumaßnahmen zu rechnen.
 
Anders sieht dies bei den geplanten Feldwegen aus, die künftig parallel zur B 257 verlaufen sollen. Ende September sollen die Planungen abgeschlossen sein, und dann kann es laut LBM mit dem Bauen losgehen. Ziel des Ganzen: Der landwirtschaftliche Verkehr soll von der Bundesstraße runter und die 21 Feldwege, die derzeit noch auf sie münden, sollen künftig wegfallen. Dank des Parallelwegs werden Bauern laut LBM dennoch ohne große Umwege zu ihren Feldern kommen.
 
Bereits im Bau sind die rund 3,4 Millionen Euro teuren wechselseitigen Überholspuren zwischen Bitburg und Wolsfeld, weshalb der Verkehr derzeit nur in eine Richtung fließt. Noch bis Mai wird dort gebaut. Auch zwischen Wolsfeld und Niederweis sind solche Spuren geplant. Auf dem Rest der Strecke soll ein Überholverbot gelten. Bis das Gesamtkonzept umgesetzt ist, dauert es noch mehr als fünf Jahre. Die Gesamtkosten liegen in Höhe von sechs bis acht Millionen Euro.

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