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Kreuz und quer durch die Eifel

Der Eifelverein hat sein neues Jahrbuch herausgebracht. Zum 87. Mal werden die Leser auf eine literarische Reise kreuz und quer durch die Eifel mitgenommen. Auf 224 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 32 Autoren die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen.

29.10.2010
Eifel. (red) Druckfrisch und interessant: Das Eifeljahrbuch ist erschienen. Hans-Dieter Arntz befasst sich darin mit "Schnappschüssen" von Kriegsberichterstattern in der Eifel und kommt bei seinen Recherchen über den Aussagewert solcher Fotos mit Hilfe der dort abgelichteten Personen zu teilweise überraschenden Ergebnissen.
 
Der Botaniker Hermann Bothe stellt die facettenreiche Felsvegetation der Eifel vor und erklärt mit anschaulichen Aufnahmen, weshalb die Blüten der Eifeler Felspflanzen besonders intensiv gefärbt sind. Norbert Knauf macht sich auf einen nicht alltäglichen Streifzug durch Eifeler Kirchen und Kapellen und kommt dabei so mancher frommen Kuriosität, teilweise aber auch martialischen Darstellung von Heiligenfiguren auf die Spur. Bruno P. Kremer nimmt den Leser mit auf eine 200-jährige Reise der Vermessung der Eifel und erläutert die einzelnen Entwicklungsstadien von der napoleonischen Tranchot-Karte bis zur modernen Digitalkarte der amtlichen Landesvermessung. Dass man in den musealen Schätzen der Eifel auch eine Vuvuzela des Mittelalters finden kann, zeigt der Beitrag von Karl Reger über das einfallsreiche Wirken des noch jungen Vereins Eifelmuseen, dem mittlerweile mehr als 55 Museen aus der Eifel angehören.
 
Seltene Aufnahmen vom Eifeler Tiger im Westentaschenformat, der Wildkatze, präsentiert Manfred Trinzen, der seit vielen Jahren die Lebensgewohnheiten der schnurrenden Vierbeiner wissenschaftlich erforscht und sich für deren Schutz einsetzt.
 
Der Historiker Michael Losse beleuchtet die bewegte Geschichte der erstmals 1133 urkundlich erwähnten Niederburg des Eifelvereins und kommt bei seiner burgenkundlichen Analyse der Bausubstanz zu dem Ergebnis, dass die Manderscheider Niederburg in der Eifel einzigartige Wehranlagen besitzt, die es zu erhalten gilt. Spannend und zugleich erschütternd wirken die Ergebnisse der Nachforschungen von Thea und Wolfgang Merkelbach über die Motive von Clara Viebigs Generalbevollmächtigtem Ernst Leo Müller aus Hillesheim auf den Leser. Die akribischen Recherchen lassen die wahren Absichten des damaligen Bürgermeisters als Betreuer der bekanntesten Eifel-Schriftstellerin während ihrer letzten Jahre in Berlin erkennen.
 
Am Beispiel des neuen Naturparks Vulkaneifel stellt Ulrich Buchs die Chancen für eine Weiterentwicklung des ländlichen Raumes dar, in dem von Anfang an Tourismus-, Landschafts- und Regionalplaner Hand in Hand bei dessen Konzeption und Umsetzung mitgewirkt hatten. Der Geschichte der Zisterzienser und deren Klostergründung Himmerod vor 875 Jahren geht Hermann Josef Roth nach und gibt Einblicke in das klerikale Leben des Mittelalters.
 
Das Eifeljahrbuch 2011 mit 224 Seiten und 150 Farbfotos kostet 13,50 Euro und ist über die Hauptgeschäftsstelle des Eifelvereins, Stürtzstraße 2-6, 52349 Düren, Telefon 02421/13121, E-Mail: post@eifelverein.de, und im Buchhandel erhältlich.
 

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