Rund 600 Schüler haben in Irrel Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung kennengelernt. Die Arbeit in Vereinen und sozialen Projekten lehrt Jugendliche, Probleme ohne Gewalt und Drogen zu lösen.
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Irrel. (kata) "Ziel des Easi-Projektes ist es, Gewalt und Sucht so früh wie möglich vorzubeugen", erklärt Frank Hasenclever, Präventionsbeauftragter des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz. In der Franziskus-Grund- und Realschule Irrel haben die Veranstalter (siehe Extra) rund 600 Schülern der fünften und sechsten Klassen der Schulen Irrel, Neuerburg und Biesdorf verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aufgezeigt.
Damit Kinder und Jugendliche gar nicht erst in den Kreislauf aus Sucht und Gewalt geraten, beginnt die Präventionsarbeit im frühen Kindesalter. Die Mädchen und Jungen sollen unterschiedliche Aktivitäten der Vereine, verschiedene Sportarten und die mögliche Teilnahme an sozialen Projekten ihrer Umgebung kennenlernen.
Lilith Schmitt (9) gefiel am besten der Kaninchenverein. "Ich mag Tiere so gerne", sagte sie. Leon Kyll (11) bewies am Stand des Irreler Fußballvereins Ballgefühl: "Das Schießen auf ein Ziel hat mir sehr gut gefallen." Unter anderem zeigte die Freiwillige Feuerwehr Irrel ihren Einsatzwagen, und die Polizei Bitburg erklärte den Kindern ein Streifenfahrzeug. Die Polizei Wittlich präsentierte ihre Hundestaffel und begeisterte damit alle Teilnehmer.
Josef Fuchs, Suchtberater der Caritas Bitburg, erläutert: "Sinnvolle und zielgerichtete Tätigkeiten in der Freizeit stärken die soziale Kompetenz und fördern das Selbstvertrauen." Auf diese Weise lernen Kinder, ohne Drogen und Gewalt ihre Probleme zu lösen. Für Hasenclever ist Alkohol das größte Problem bei Kindern und Jugendlichen. Im Jahr 2006 waren nach seinen Angaben 9500 14- bis 18-Jährige mit einem Blutalkoholwert von über 1,3 Promille aufgefallen. Die Zahl stieg im Jahr 2009 auf 19 500.
Auch Peter Scholtes, Jugendsachbearbeiter der Polizei Bitburg, liegt die vorbeugende Arbeit in der Region am Herzen. Seit über 20 Jahren begleitet er Jugendliche des Eifelkreises, ob bei Besuchen in Schulen oder einschlägigen Treffpunkten gefährdeter junger Menschen. "Drogen bekommen sie überall, auch an der Schule", sagt Scholtes. Die Arbeit des Polizisten hat Erfolge zu verzeichnen. Während noch vor zehn bis 15 Jahren der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Bitburg und der Markt in Speicher für Treffen von Drogencliquen bekannt waren, sieht der Bitburger Polizist heute dieses Problem gelöst. Eine neue Generation sei der alten nicht gefolgt. EXTRA Das Landeskriminalamt organisiert gemeinsam mit Vertretern von Jugendorganisationen die Easi-Schülerveranstaltungen in rheinland-pfälzischen Schulen. Fachstellen für Suchtprävention der Caritas, Vertreter von Jugendämtern, Vertreter der Gemeinden, örtliche Polizeiinspektionen und Sozialarbeiter der Schulen laden Vereine und Institutionen aus der jeweiligen Region ein. Schüler der fünften und sechsten Klassen sind die Zielgruppe dieser Aktionstage. Für Eltern werden Informationsveranstaltungen angeboten.
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