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Sanierung von Bitburger Turnhalle wird deutlich teurer

(Bitburg) Mehr als 2,3 Millionen Euro sind für die Erneuerung der Sportstätte veranschlagt. Und in dieser Summe ist längst noch nicht alles enthalten, was laut Gutachter tatsächlich gemacht werden müsste.

20.06.2017
Uwe Hentschel
BITBURG Die Turnhalle ist das Einzige, was von der ehemaligen Edith-Stein-Hauptschule geblieben ist. Zumindest was den Namen betrifft. Denn während der Klassentrakt der vor Jahren geschlossenen Hauptschule inzwischen zur Otto-Hahn-Realschule plus gehört und mit der Zusatzbezeichnung "Haus II" auch den gleichen Namen trägt, heißt die Sportstätte nach wie vor Edith-Stein-Turnhalle. Was aber nichts an der Tatsache ändert, dass die Turnhalle der ehemaligen "Edith" auch zukünftig für den Schulbetrieb der "Otto" benötigt wird. Und auch nichts daran ändert, dass die Sportstätte - ganz egal wie sie heißt - dringend saniert werden muss.
Bereits im November 2011 hatte der Kreistag deshalb die energetische Sanierung der Sporthalle beschlossen.
Auf rund 1,3 Millionen Euro wurden die damit verbundenen Kosten seinerzeit beziffert. Doch inzwischen ist klar, dass diese Summe nicht ausreicht. So hat ein im vergangenen Sommer beauftragtes Architekturbüro aus Simmern den Baukörper noch mal unter die Lupe genommen und dabei weitere Mängel und zusätzlichen Optimierungsbedarf festgestellt. Demnach sind zum Betrieb der Halle weitere gesetzliche Vorgaben zu berücksichtigen. Zudem sei die Lüftungsanlage nur für einen Aufenthalt von maximal 450 Personen ausgelegt. Statt der zunächst veranschlagten 1,3 Millionen Euro kamen so knapp 3,4 Millionen Euro zusammen. Das Vorhaben würde demnach mehr als zwei Millionen Euro teurer.
Allerdings gibt es bei den einzelnen Maßnahmen unterschiedliche Prioritäten, sodass der Kreistag nun beschlossen hat, das zunächst auf die energetische Sanierung der Außenhülle beschränkte Projekt nur um die dringend notwendigen Maßnahmen zu erweitern. Dazu zählen neben den Brand-, Unfall- und Amokschutzmaßnahmen sowie der Barrierefreiheit auch die aus wirtschaftlicher Sicht sinnvolle Erneuerung der technischen Gebäudeausstattung wie Wärmeversorgungsanlagen, lufttechnische Anlagen, elektronische Anlagen und Gebäudeautomatisation.
Untergeordnete Priorität haben hingegen die Innensanierung der Sanitär- und Nebenräume sowie die Erneuerung der Sportflächen. Die dafür ermittelten Kosten in Höhe von 1,05 Millionen Euro müssten demnach erst im Lauf der kommenden zehn Jahre investiert werden.
Unterm Strich bleibt damit ein Betrag von rund 2,3 Millionen Euro, der alles abdeckt, was oberste Priorität hat.
Durch den einstimmigen Beschluss des Kreistags wurde die Verwaltung nun damit beauftragt, das dafür notwendige Vergabeverfahren in die Wege zu leiten.