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Schäden in der Grundschule Süd: Stadt Bitburg kündigt Untersuchung der Turnhalle an

(Bitburg) Offenbar gibt es in der Grundschule Süd etliche Schäden aufgrund von Nässe. Die Stadt hat erste Sanierungen und eine Untersuchung der Turnhalle angekündigt. Es ist die Reaktion auf einen Vorstoß der SPD-Fraktion.

04.03.2016
Eileen Blädel
Feuchte Wände und Putz, der von der Decke fällt: „Es geht einfach nicht, dass Schulräume nicht in Ordnung sind“, sagt Irene Weber, Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat Bitburg. „Und es kann nicht sein, dass da die Halle wegfault.“ 
Rund 180 Kinder besuchen die Grundschule Bitburg-Süd: einen Komplex aus Hauptgebäude, Zwischentrakt und Turnhalle. Doch herrschen dort nach Ansicht der SPD-Fraktion teils unhaltbare Zustände. Die Stadt müsse schleunigst etwas unternehmen, vor allem, so heißt es in einer Anfrage der SPD, „wenn der Stadtrat den Beschluss auf Beibehaltung des innerstädtischen Standorts ernst nimmt“. Irene Weber: „Diese Grundsatzdebatte haben wir schon vor Jahren geführt: Wir wollen die Schule auf jeden Fall behalten.“ 

Die gibt es seit etwa 1890, in den 50er Jahren wurde das alte Gebäude durch ein neues ersetzt. 2002 wurde die Schule für 950.000 Euro saniert. 2008 erhielt die Mensa eine neue Essenstheke, 2010 eine schalldämmende Decke. Auch sind die meisten Klassen mit neuen Tischen und Stühlen ausgestattet. Für Schulmöbel, sagt Stadtpressesprecher Werner Krämer, stehe jährlich ein Betrag von 13.000 Euro bereit. 
Trotzdem liegt offenbar einiges im Argen: Im zweiten Speiseraum für die Kinder, die ihr Essen selbst mitbringen, und in den Außentoiletten gebe es feuchte Wände, sagt Irene Weber. In der Turnhalle sei das Dach nicht dicht, seitlich laufe Wasser ein. „Der Boden ist total im Eimer, sagen die Sportler dort.“

Die Stadtverwaltung hat nun die Sanierung des Speiseraums und des Kellers angekündigt, die Außentoiletten müssten zuerst noch genauer untersucht werden. Auch erfordere der Zustand der Turnhalle „eine umfassende Betrachtung und Untersuchung“. Im Laufe des Jahres werde im Bauausschuss hierzu aber ein Konzept vorgestellt. 
Die SPD-Fraktion hat auch die Ausstattung der Klassenzimmer kritisiert: So gebe es in den Klassen gar keine Computer mehr. Die seien auch „nicht so intensiv genutzt“ worden, heißt es von der Stadtverwaltung. Ein aktueller Bedarf müsse beantragt werden. „Ich verstehe nicht, dass nicht aus dem Vollen geschöpft wird“, sagt Irene Weber – und zwar ganz grundsätzlich: Es handele sich um eine Schwerpunktschule – und für ihren besonderen Bildungsauftrag bei beeinträchtigten Kindern stünden ihr auch besondere Fördermittel zu. 

Dass die Kinder haben, was sie brauchen, wünscht sich auch Christoph Jakobi, stellvertretender Schulleiter. Er begrüße eine Verbesserung in den verschiedenen Punkten, „damit unsere Schüler, Schwerpunktschüler und Asylkinder entsprechend gefördert und gefordert werden können.“
 

Meinung

Wir vergessen gerne mal, was für uns zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist: Gute Bildung kostet. Im Fall der Grundschule Süd scheint eine reine Schönheitsreparatur nicht mehr auszureichen. Umso wichtiger ist es, dass es nach der von der Stadt angekündigten Schadensprüfung dann auch schnell an die Sanierung geht. 
e.blaedel@volksfreund.de

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