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„Seehofer muss was geraucht haben“ - FDP-Neujahrsempfang mit Spitzenkandidat Wissing und Bundesvize Kubicki

(Bitburg) Die FDP will wieder in den Landtag. Und sie setzt dabei auf Volker Wissing. Beim Neujahrsempfang der Liberalen des Eifelkreises hat der Spitzenkandidat um Stimmen für die Wahl im März geworben. Unterstützt wurde er dabei von Wolfgang Kubicki. Dossier zum Thema: Landtagswahl 2016

12.02.2016
Uwe Hentschel
Die Neujahrsempfänge der FDP im Eifelkreis waren in den vergangenen Jahren meist eine recht überschaubare Angelegenheit. Diesmal jedoch ist es anders. 
Statt ins Haus Beda haben die Freien Demokraten in die Bitburger Stadthalle eingeladen. Zwar steht nur ein Teil der Halle für die Veranstaltung zur Verfügung, doch dieser Raum ist voll. Was wohl nicht zuletzt auch mit dem Mann zusammenhängt, den das Publikum vor allem aus dem Fernsehen kennt. Aus politischen Talkshows, in die Wolfgang Kubicki gerne eingeladen wird. Weil er Bundesvize der FDP ist. Aber auch weil er ein probates Mittel gegen Langeweile ist. Seine Äußerungen sind politisch nicht immer korrekt, dafür aber unterhaltsam.

LANDTAGSWAHL 
2016


„Ich weiß, dass Alkohol schädlich ist, und trotzdem trinke ich gerne auch mal ein, zwei, drei Flaschen Wein am Abend“, gesteht Kubicki grinsend. Und diese Freiheit lasse er sich von keinem nehmen. Auch nicht von Renate Künast. „Die Lebensfreude springt ihr ja geradezu aus dem Gesicht“, sagt der Mann aus Schleswig-Holstein. 
Mit den Grünen hat er es nicht so. Wobei der Liberale ähnlich wie die Grünen ein Problem mit der Vorratsdatenspeicherung und der kürzlich von der Bundesregierung vorgeschlagenen Obergrenze für Bargeldzahlungen hat.  Genau wie mit der Äußerung des CSU-Chefs Horst Seehofer, der die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin als „Herrschaft des Unrechts“ bezeichnet hatte. „Der muss was geraucht haben“, scherzt der Liberale aus dem Norden. „Wir haben eine unabhängige Justiz, und darauf können wir stolz sein.“

Kontrastprogramm

Wolfgang Kubicki muss es wissen. Er ist Anwalt. Genau wie Volker Wissing, den die Moderatorin des Abends als „seriöses und kompetentes Kontrastprogramm“ bezeichnet. 
Der rheinland-pfälzische Spitzenkandidat der FDP, der das Land vor allem wirtschaftlich nach vorne bringen möchte, hat zwar bei weitem nicht den Unterhaltungswert des mit Bescheidenheit eher weniger geplagten Wolfgang Kubicki, vertritt aber in der Flüchtlingspolitik die gleiche Auffassung. „Die Flüchtlingskrise wird ausgenutzt, um fundamental in unsere Freiheitsrechte einzugreifen“, sagt Wissing, der ein Zuwanderungsgesetz und die Sicherung der Außengrenzen fordert.
Eine Sicherung der Außengrenzen gibt es übrigens an diesem Abend auch in der Stadthalle. Im Eingangsbereich stehen zwei Sicherheitsleute und kontrollieren die Besucher. Für einen FDP-Neujahrsempfang im Eifelkreis auch eher ungewöhnlich. 



 

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