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"Sie haben sehr gute Chancen, die Landesgartenschau zu bekommen"

(Bitburg) Planer vom Bonner Büro RMP sehen die Bewerbung der Stadt Bitburg um die Landegartenschau 2022 zuversichtlich. Was Planer wie auch die Verantwortlichen bei der Stadt freut: Die Bürger stehen hinter der Bewerbung. Das Konzept, das am Dienstagabend bei der Bürgerversammlung vorgestellt wurde, kommt an.

16.02.2016
Mehr als 100 Zuhörer sind am Dienstagabend ins Haus der Jugend nach Bitburg gekommen. Dort haben die Planer vom Bonner Büro RMP erstmals öffentlich vorgestellt, wie das riesige Housinggelände in Bitburg umgenutzt werden könnte. Wie das mit 65 Hektar riesige Areal zu einem neuen Stück Bitburg werden könnte, ist Kern der Überlegungen der Planer. Ergebnis: Im Prinzip werden fünf grob von einander zu unterscheidende Bereiche entstehen: 

1) Mehrgenerationen- und Mehrfamilienwohnen sowie altersgerechtes Wohnen im direkt an die alte Kaserne angrenzenden Bereich der Housing. 
2) Südlich davon ist Platz für Gewerbe geplant. Dieser Bereich soll während der Landesgartenschau - vorausgesetzt Bitburg bekommt den Zuschlag - als Parkplatz genutzt werden.
3) In direkter Nachbarschaft zum Gewerbe ist an einen Sportpark gedacht. Dort soll unter anderem ein Kunstrasenplatz gebaut werden. Auch ein Basketballfeld und ein Skaterpark sind denkbar. 
4) Mitten im Gelände ist ein großer Park geplant, der das Areal wie ein Keil in einen stadtnahen Teil (Gewerbe, Mehrfamilienwohnen und Sportpark) und einen dörflichen Teil trennt. 
5) Richtung Mötsch soll auf der Fläche des heutigen Housinggeländes Platz für ein Neubaugebiet entstehen, das Stück für Stück je nach Nachfrage erschlossen wird. 

Diese Grobkonzeption hat Clas Scheele vom Büro RMP den Zuhörern bei der Bürgerversammlung mit vielen Grafiken (dazu am Freitag mehr im TV) gezeigt. Die Bürger sehen das Konzept durch die Bank positiv. "Was mir gefällt ist, dass die Bürger einbezogen werden. Von dem Workshop im Dezember haben die sehr viele Punkte in das Konzept integriert. Außerdem freut es mich, dass die Leute alle so dahinter stehen", sagt Anita Wanken aus Bitburg. Auch Norbert Zeien aus Bitburg findet die Idee, eine Landesgartenschau nach Bitburg zu bekommen, gut: "Das Konversionsthema würde uns ja sowieso beschäftigen. Die Umnutzung des Geländes mit einer Gartenschau zu verbinden, ist die optimale Lösung für die Stadt. Das Konzept, das hier heute Abend vorgestellt wurde, ist wirklich schlüssig." Auch Annemarie Losen aus Bitburg sagt: "Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir die Gartenschau in unsere Stadt bekommen. Das würde Bitburg aufwerten." 

Wie hoch denn die Chancen für Bitburg überhaupt seien, eine solche Schau zu bekommen, wollte Werner Pies (Bitburg) wissen. Die Antwort darauf von Planer Scheele: "Ich kann natürlich nur sagen, wie wir das sehen. Wie man das in Mainz sieht, kann ich Ihnen natürlich nicht beantworten. Aber rein subjektiv würde ich sagen, dass Bitburg gute Chancen hat. Die Stadt deckt einfach sehr viele der Punkte ab, die das Land in seinem Katalog fordert. Also als Planer sehen wir das sehr zuversichtlich." 

Ob er recht hat oder nicht, wird sich in weniger als vier Monaten zeigen. Mitte des Jahres soll feststehen, welche Stadt den Zuschlag erhält. Ende März muss Bitburg seine Bewerbungsunterlagen abgeben. "Jetzt wird es denn so langsam wirklich ernst", sagt denn auch Bürgermeister Joachim Kandels, der mit ordentlich Rückenwind aus einer nichtöffentlichen Sitzung in die Bürgerversammlung kommt: Gremien von Stadt und Kreis haben die Grobkonzeption für die Umnutzung des Areals und für die Landesgartenschau mit einstimmigen Votum verabschiedet. Auf dieser Basis werden die Planer nun ausrechnen, was auf Stadt und Kreis an Kosten zukommt. Ein Anhaltspunkt: Die Stadt Landau hat rund 6 Millionen Euro in ihre Gartenschau investiert. Gerechnet wird grob mit einem Besucheraufkommen zwischen 400.000 und 480.000 Menschen über die sechs Monate. 

Als Besonderheit, um die Freude der Stadt und des Landkreises an der Bewerbung zu zeigen, plant die Werbeagentur Bohl ein Event auf dem Spittel mit dem Titel "Ein Lied für Bitburg". Termin ist am Sonntag, 13. März, 14.30 Uhr. Dann werden möglichst viele Chöre und Musikvereine aus der Eifel sowie alle anderen, die Spaß an Gesang und Musik haben, gemeinsam ein Lied singen, das derzeit Komponist Rainer Serwe für diesen Zweck umgetextet (der TV berichtete ausführlich). Wer Interesse hat, findet weitere Infos auf der Homepage www.ein-lied-fuer-bitburg.de  

Alles weitere lesen Sie morgen online unter www.volksfreund.de oder aber am Freitag im Trierischen Volksfreund. 

 

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