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Stall mit vielen Tieren in Niederweiler gerät in Brand: 100 Feuerwehrleute im Einsatz

(Niederweiler) Kein guter Start ins neue Jahr für eine Familie mit landwirtschaftlichem Betrieb in Niederweiler (Eifelkreis Bitburg-Prüm): Gegen 1 Uhr in der Nacht auf Neujahr wurde die Feuerwehren wegen Feuer in einem Stall alarmiert. Mit einem Großaufgebot retteten sie die Tiere und verhinderten ein Übergreifen auf das Wohnhaus. Dossier zum Thema: Topthemen

01.01.2015
Markus Angel
Laut Klaus-Peter Dimmer, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bitburger Land, stand beim Eintreffen der Rettungskräfte der Dachstuhl eines Nebengebäudes mit Stallungen lichterloh in Flammen. In dem Gebäude befanden sich zu dieser Zeit noch rund 70 Kühe und Kälber. Parallel zu den sofort eingeleiteten Löscharbeiten der Wehren aus Niederweiler, Ehlenz, Bickendorf, Biersdorf, Bitburg und Wolsfeld konnten die Rettungskräfte glücklicherweise das gesamte Großvieh sicher und unverletzt aus den brennenden Stallungen befreien und auf eine Wiese treiben.

Die weiteren Löscharbeiten gestalteten sich dabei als äußerst schwierig, da kein richtiges Herankommen an den Brandherd möglich war, und die brennenden Strohballen immer wieder aufs Neue weiter brannten. Hierzu mussten neben dem THW Bitburg weitere zusätzliche Wehren aus Oberweis, Baustert, Rittersdorf und Oberweiler bis in den Morgen hinein nachalarmiert werden, um den Brand unter Kontrolle zu halten und die teilweise seit fünf bis sechs Stunden sich im Einsatz befindlichen Wehrkräfte abzulösen. Wichtig war hierbei auch, ein Übergreifen auf das bewohnte Wirtschaftsgebäude zu verhindern.

Um dann mit schwerem Gerät an den Brandherd heranzukommen, musste der Teil einer Wand des Nebengebäudes während der Löscharbeiten am Morgen eingerissen werden. Erst danach konnten brennende Strohballen mit einem Schaufellader herausgezogen und abtransportiert werden. Im Einsatz waren 105 Einsatzkräfte der Feuerwehren, des THW Bitburg und des DRK.

Wie es zu dem Brand in dem Dachstuhl kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Ein technischer Defekt oder ein Feuerwerkskörper können laut Wehrleiter Klaus-Peter Dimmer unter Umständen für den Brand in Frage kommen. Über die Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, sei auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert gewesen, das Gebäude könne aber noch nicht begutachtet werden.