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aus unserem Archiv vom 19. Juli 2012
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TV-Leser fordern mehr Sicherheit für die B 51

Während für einige Fahrer es vor allem die Raser sind, die die B 51 gefährlich machen, sind es für andere auch die Schleicher - die, die den Verkehr ausbremsen. Mancher fordert einen vierspurigen Ausbau, der Nächste warnt davor. Alle wollen, dass die B 51 sicherer wird. Nur darüber, wie das gehen soll, herrscht keine Einigkeit.

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Bitburg. Wer die B 51 regelmäßig fährt, kennt die Lage: Der Verkehr ist mit mehr als 20 000 Fahrzeugen täglich sehr dicht, die Geschwindigkeiten, mit denen gefahren wird, eher hoch - und immer wieder kommt es zu brenzligen Situationen. Die Zahl der Verletzten ist im ersten Halbjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von acht auf zehn gestiegen. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist von einem auf fünf gestiegen. Allein in diesem Jahr haben bereits zwei Menschen bei Unfällen auf der Bundesstraße zwischen Trier und Bitburg ihr Leben verloren. Zuletzt ein 20-Jähriger bei Bitburg. Daraufhin haben Kreistagspolitiker gefordert, dass die Straße sicherer gestaltet werden müsste (der TV berichtete).
Die Vorschläge der Kreistagspolitiker reichen von einem Transitverbot bis zu einem autobahnähnlichen Ausbau der B 51. Auch die TV-Leser beschäftigt das Thema. Im Folgenden die Nachrichten, die die Redaktion per Eifel-Echo-Mail auf unseren jüngsten Bericht erreicht haben:

Ullrich Papschik, Bitburg: "Als kurzfristige Maßnahme, die nicht viel kostet, sollten auf der B 51 bis zur A 60 auch die leuchtfarbenen Kegel zur Fahrbahnbegrenzung montiert werden, wie bei dem B-51-Stück auf Höhe des Flugplatzes. So könnte das Überholen eher verhindert werden. Wichtiger als die Nord-Ost-Tangente, die Umgehungsstraße für Bitburg, ist der dreispurige B 51-Ausbau von Bitburg zur A 60, und eine Maut wäre sinnvoll."

Gunter Thöt, Bettingen: "Abgesehen von der erschreckenden Unfallbilanz ist das Befahren dieser Strecke äußerst nervig. Die Vorschläge zur Verbesserung der Situation sind immer wieder die gleichen: Transitverbot, Maut, weitere Schilder oder Hütchen und verstärkte Kontrollen. Die bisherigen Baumaßnahmen samt dem dreispurigen Ausbau bei Meilbrück konnten das Problem nicht lösen. Das Verkehrsaufkommen ist erheblich höher als die Kapazität dieser Straße. Was fehlt, ist ein Masterplan für einen langfristigen und verkehrsgerechten Ausbau. Die B 51 ist ähnlich stark befahren wie eine Autobahn und muss auch so ausgebaut werden: zwei Fahrspuren für jede Fahrtrichtung und eine Mittenbegrenzung."

Stephan Duplang, Gilzem: "Man könnte sicher täglich ein Buch über die miserablen Verkehrsverhältnisse und das rücksichtslose Verhalten mancher Fahrer auf der B 51 schreiben. Die Raser sind die schlimmsten - oder sind sie nur die am einfachsten abzuzockenden Verkehrsteilnehmer? Was ist mit den Schleichern, die den Verkehr blockieren? Ein Polizist hat mir mal erklärt, warum keine überholenden Lastwagen angehalten werden: Es ist einfacher, einen deutschen Autofahrer anzuhalten, der schön bezahlt, als einen LKW-Fahrer, der kein Deutsch spricht, und mit dem man für ein paar Euro Debatten führen muss. Fazit: Es ist doch alles eine Frage des Geldes."

Klaus Schnarrbach, Fließem (Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Bitburg-Prüm): "Ob Überholverbot oder Tempo-Limit: Fahrer ignorieren Vorschriften und gehen erschreckend hohe Risiken ein. Teils überholen sogar Lastzüge Autofahrer, wenn diese ,nur\' 100 Stundenkilometer fahren. Ein Transitverbot lässt sich rechtlich kaum umsetzen, Anlieger müssen passieren dürfen. Das Problem sind die günstigen Spritpreise in Luxemburg - gleiche Preise und dann würden die Lastzüge auch über die Autobahn rollen. Ein vierspuriger Ausbau wird nicht überall möglich sein, rund um Bitburg wird immer ein Nadelöhr bleiben. Den Verkehr dort ausbremsen zu müssen, würde diesen Bereich noch gefährlicher machen. Und ich bin für eine Null-Promille-Grenze beim Alkohol: Wie viele Menschen müssen sterben, weil ein alkoholisierter Fahrer die Lage nicht mehr unter Kontrolle hatte." scho


Was müsste Ihrer Ansicht nach getan werden, um die B 51 sicherer zu gestalten? Mailen Sie uns an eifel@volksfreund.de (Name und Wohnort nicht vergessen).

 




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