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Teilstück der B 51 in der Stedemer Senke wird zurückgebaut

(Bitburg) Während es immer wieder Forderungen nach einem vierspurigen Ausbau der B 51 zwischen Bitburg und Trier gibt, wird nun der bislang einzige Abschnitt mit Überholspuren in beide Richtungen auf drei Spuren zurückgebaut. Laut Landesbetrieb Mobilität Gerolstein soll das zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen.

29.02.2016
Uwe Hentschel
Knapp einen Kilometer ist er lang, der B 51-Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Flugplatz Bitburg und Esslingen, in dem die B 51 sowohl in Richtung Bitburg als auch in Richtung Trier zweispurig ist. Lange sah es so aus, als gebe dieser vor gut zehn Jahren getätigte vierspurige Ausbau in der Stedemer Senke die Marschrichtung für die weitere Planung vor. Doch wer noch immer daran glaubt, wird eines Besseren belehrt. Denn der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein beabsichtigt in 2016 die Fahrbahnsanierung der B 51 zwischen Bitburg und Meilbrück. Und im Zuge dieses Projekts soll auch eine der vier Spuren in der Stedemer Senke verschwinden. Und zwar die zusätzliche Spur in Richtung Bitburg.

Wie der zuständige LBM-Abteilungsleiter Bruno von Landenberg erklärt, gibt es für diesen Rückbau mehrere Gründe. "Wir wollen damit auf der B 51 zwischen Bitburg und Trier eine einheitliche Streckencharakteristik herstellen", sagt von Landenberg. So gebe es derzeit immer abwechselnd eine Zusatzspur in Richtung Bitburg und dann wieder eine in Richtung Trier.

Nur das Teilstück südlich der Anschlussstelle Flugplatz sei der einzige Abschnitt mit vier Spuren. Genau genommen gibt es auch noch zwischen dem Flugplatz und der Anschlussstelle Bitburg-Masholder vier Spuren. Doch der Unterschied zur Stedemer Senke ist der, dass in diesem Fall die zusätzliche Spur in Richtung Trier eine so genannte Verflechtungsspur zwischen der Auffahrt Masholder und der Abfahrt Flugplatz ist. Darüber hinaus gibt es zwischen den beiden Fahrtrichtungen eine Mitteltrennung. Und genau die fehlt in der Stedemer Senke. "Wir haben zwischen den beiden mittleren Fahrspuren nur einen 36 Zentimeter breiten Doppelstrich", erklärt der LBM-Mitarbeiter. Und das entspreche nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Im Zuge der Fahrbahnsanierung und des Rückbaus auf drei Spuren soll der Doppelstrich nun auf einen Meter verbreitert werden. Dadurch werde der Abstand zum Gegenverkehr deutlich vergrößert und damit auch die Verkehrssicherheit erhöht. Rund eine Million Euro sind laut LBM für diese Maßnahme veranschlagt.

Teil des Vorhabens ist auch eine Änderung im Bereich der Anschlussstelle Esslingen. Dort soll - ebenfalls aus Gründen der Sicherheit - die Beschleunigungsspur in Richtung Bitburg verlängert werden. Zusätzlich zu diesem Projekt soll es in den kommenden Jahren auf der "Bitburger" aber auch noch andere Veränderungen geben. Um welche Maßnahmen es sich dabei konkret handeln wird, hängt laut LBM-Chef Harald Enders von einem Gutachten ab, das in Arbeit sei. "Zusammenfassend ist festzustellen, dass für den gesamten Abschnitt von der Meilbrück bis zur A 60 Planungen laufen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen", erklärt Enders. Die gesamte Strecke solle dem "aktuellen Stand der Technik" angepasst werden.
Meinung
Leider kein Aprilscherz!

Es klingt wie ein vorgezogener Aprilscherz, ist aber leider keiner: Mehr als 25 000 Fahrzeuge nutzen die Bundesstraße 51 rund um Bitburg täglich. Das sind mehr als auf vielen anderen Autobahnabschnitten in der Region. Es ist absurd, für eine Million Euro die einzige autobahnähnliche Stelle der am stärksten belasteten Verkehrsader der Südeifel zurückzubauen. Wenn schon einheitliche Charakteristik, dann aber bitte überall vier Spuren! l.ross@volksfreund.de
Extra
Geplante Straßenbaumaßnahmen: Im aktuellen Haushalt des LBM sind 8,5 Millionen Euro für Baumaßnahmen an der B 51 eingeplant. Das größte Projekt ist dabei aber nicht der Abschnitt zwischen Bitburg und Meilbrück, sondern der sieben Millionen Euro teure zweite Bauabschnitt des B51-Ausbaus zwischen Olzheim und Brühlborn. Weitere für 2016 geplante Bundesstraßenprojekte sind der B 50-Kreisverkehr bei Bitburg-Stahl (650 000 Euro), der B 410-Abschnitt am Prümer Hahnplatz (600 000 Euro) und die B 410-Ortsdurchfahrt Irrhausen (650 000 Euro). uhe

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