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aus unserem Archiv vom 13. Juni 2008
Autor: Von unserer Redakteurin Denise JuchemOrt: Drucken  E-Mail

"Wir fordern das Maximum"

Die Wünsche der Verbandsgemeinde (VG) Kyllburg sind klar: Der VG-Rat hat sich in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, dass man um den Schulstandort Kyllburg kämpfen möchte. Geht es nach seinem Willen, sollten bei einer möglichen Kooperation mit einer Integrierten Gesamtschule Speicher alle Schüler der Orientierungsstufe in Kyllburg unterrichtet werden.

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Kyllburg. Ganz oben auf der Tagesordnung der Sitzung des VG-Rats Kyllburg stand das wichtigste Thema - die Schulentwicklung in der Verbandsgemeinde. Und doch wurde es erst ganz zum Schluss behandelt. Das hatte nicht etwa etwas mit einer geänderten Dramaturgie zu tun. Auch wenn der Rat sich im Vorfeld bereits auf eine einheitliche Linie festgelegt hatte, so wollte man doch zumindest noch die Meinung des Schul planers Wolf Krämer-Mandeau vom Projektbüro "Bildung und Region" in Bonn hören. Da der zurzeit im ehemaligen Regierungsbezirk Trier von einer Sitzung zur nächsten reist, konnte er nicht zu Beginn der Sitzung in Kyllburg sein.

"Ich nenne das den Schönecker Weg"

Alle Ratsmitglieder waren sich einig: Der Schulstandort Kyllburg soll auch nach der Schließung der Hauptschule erhalten bleiben. Dafür wollen sie kämpfen. Ihr einstimmiger Beschluss lautete daher auch, dass Kyllburg Dependance einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Speicher werden soll. Die komplette Orientierungsstufe dieser Schule soll am Schulstandort Kyllburg unterrichtet werden. Eine Forderung, die Krämer-Mandeau nicht für die aussichtsreichste hält: "Die Schulaufsicht hat durchblicken lassen, dass sie klare Lösungen und keine Dependancen möchte."

Dennoch glaubt er daran, dass es eine IGS Speicher mit Zweitstandort in Kyllburg geben könnte. "Ich nenne das den Schönecker Weg", sagt der Schulexperte. Der Standort Schönecken habe genug Kinder, so dass die Klassen fünf und sechs dort unterrichtet werden könnten. Erst danach müssten alle Schüler nach Prüm.

Ähnlich könnte das seiner Einschätzung nach in Kyllburg funktionieren. Krämer-Mandeau: "Bis zum zwölften Lebensjahr könnten die Kinder dann vor Ort bleiben und müssten erst danach nach Speicher pendeln." Doch mit dieser abgespeckten Variante möchte der VG-Rat Kyllburg nicht in die entscheidende Kreistagssitzung am Montag gehen. "Was hindert uns daran, unsere Wünsche einzufordern?", warf Rudolf Densborn von der FWG in die Runde und erntete Zustimmung von allen Fraktionen. Hermann-Josef Berscheid (CDU): "Wir fordern das Maximum."



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