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Auf das Wetter kommt’s nicht an

Als ich am Freitagmorgen an meinem Schreibtisch in der Redaktion Platz nahm und aus dem Fenster sah, fühlte sich das an wie frühester Morgen, tatsächlich aber war es nur aufgrund der dicken, grauen Wolken auch um kurz nach 9 Uhr einfach nicht richtig hell – und das Zwielicht hielt den ganzen Tag.

10.11.2017
Lars Ross
Zugleich stand auf dem Themenplan der Trierer Kollegen, dass es ein Foto vom Aufstellen des großen Weihnachtsbaums an der Porta Nigra geben soll. An verschiedenen Stellen werden auch schon seit Tagen Weihnachtsmärkte angekündigt – als erster der Großen in der Region eröffnet übrigens der in Bernkastel-Kues am 24. November, also in weniger als zwei Wochen. Und in sechs Wochen ist tatsächlich schon Weihnachten.


Mit Blick auf die graue Suppe sagte dann eine Kollegin, dass sie bei so einem Sauwetter nur ganz schwer in weihnachtliche Stimmung kommen könne. Wenn das stimmen würde, müsste ich mir ernsthaft Sorgen machen. Denn genau so, aber auch wirklich ganz genau so wie am Freitag, ist das Wetter an fast allen Weihnachtsfesten, an die ich mich erinnern kann – und das sind bei fast 50-jähriger Lebenserfahrung schon eine Menge.

Das ist natürlich zum großen Teil auch der Tatsache geschuldet, dass ich immer im Flachland gelebt habe. Da aber viele Menschen auch genau dieses Schicksal teilen, können wir von Glück sagen, dass Weihnachtsstimmung nur zu einem kleinen Teil mit Wetter zu tun hat. Es geht dabei doch viel mehr um die Freude an Gemeinsamkeit, an Freundschaft, Familie, Genuss, Freizeit und Ruhe. 


Genau darauf sollte man sich mehr freuen als beispielsweise auf „weiße Weihnachten“: Denn statistisch betrachtet liegt die Wahrscheinlichkeit, dass an Weihnachten relevante Mengen Schnee liegen, im mitteleuropäischen Tiefland bei etwas mehr als 20 Prozent. Und die von regnerischem Grau wie am Freitag leider deutlich