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aus unserem Archiv vom 25. Mai 2012
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GLAUBE IM ALLTAG

"Da kann man nichts mehr machen!" Ein Satz, den man in verschiedensten Zusammenhängen hört: Bei Paaren in einer schwierigen Phase, wo es an Kraft, Worten oder Vergebungsbereitschaft mangelt, die Krise anzugehen. In der Arbeitswelt, wo vielfach Erfolgsdruck herrscht und die Ellenbogen zum Einsatz kommen.

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Man hört ihn in der Kirche, wo viele Aktive darunter leiden, dass die Frohe Botschaft und der christliche Glaube sich trotz mancher Hoffnungszeichen allmählich verflüchtigen oder zu verdunsten drohen. "Da kann man nichts mehr machen!" - und ich fühle mich erinnert an die Situation der Jünger vor dem ersten Pfingstfest in Jerusalem. Trotz der Erfahrung des auferstandenen Christus bleiben ihre Türen verriegelt und ihre Herzen im Tiefsten verschlossen: Kein Mut, keine Begeisterung, eher grundlos angstvolle Stimmung herrscht. Und mitten in diese Starre fegt das Pfingstereignis hinein! In die Herzen und Seelen der Menschen schlägt ein göttlicher Blitz ein: Die Bibel spricht von Brausen und Sturm, von Zungen wie von Feuer und von einer gemeinsamen Sprache, die alle verstehen! Das ist ein Bild für die Begeisterung, die entfacht wurde und alle Angst und Bedenken zerstreut. Der Glaube an Gott und Jesus Christus ist nicht gedacht für das stille Kämmerlein, sondern drängt nach außen und will mit der Welt geteilt werden! Nach dem Pfingstereignis mit dem Heiligen Geist (nachzulesen im 2. Kapitel der Apostelgeschichte) ist für "Da kann man nichts mehr machen!" kein Platz mehr! Das wünsche ich der Kirche, all denen, die sich Christen nennen und allen Menschen guten Willens von Herzen: - dass wir uns im Alltag ergreifen lassen von dem zum Guten ansteckenden Geist Gottes; - dass wir da aufbrechen, wo andere längst resigniert haben; - dass wir uns trauen, Barrieren, Schranken und menschlich gesetzte Grenzen in den Köpfen zu überwinden - und dass wir Mut haben, den Glauben in Liebe und mit Respekt im Alltag zu leben. Ein hoffentlich neu begeisterndes Pfingstfest wünscht Bruno Comes, Pfarrer Niederehe, Dechant Gerolstein-Hillesheim




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