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07.07.2017

Klein aber oho: Südeifeler kämfen für Zwergschule

(Karlshausen) Karlshausen (cha) Still ist es in den Klassenräumen der Grundschule Karlshausen. Die Kinder haben Ferien.

Ein "ereignisreiches Schuljahr" ist für sie zu Ende gegangen - so schreibt es Sabine Tossing-Thiex auf der Internetseite der Schule. Und damit könnte die Elternsprecherin recht haben: Denn in diesem Schuljahr haben die Karlshausener erfahren, dass das Bildungsministerium erwägt, ihre Schule zu schließen - zusammen mit 40 weiteren (der TV berichtete). Dagegen will Moritz Petry, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Südeifel, vorgehen: "Karlshausen ist unsere Vorzeigeschule. Dort wird jedes Kind individuell gefördert." Möglich ist das, weil dort nur 42 Schüler unterrichtet werden - und das ist das Problem. Nach einer neuen Richtlinie muss eine Grundschule mindestens vier Klassen, also rund 70 Schüler, fassen.Die Prognosen sehen aber anders aus: Die Schülerzahl bleibt in Karlshausen seit Jahren stabil, aber niedrig. Allerdings gebe es andere "harte Fakten", die für die Zwergschule sprächen, sagt Petry. Aufgeführt sind sie in einem Konzept, das er im September nach Mainz schicken will. Die These: Wenn die Schule wegfällt,verliert die Region und das Versorgungszentrum Karlshausen an Attraktivität. Wenn das Papier die Behörde nicht überzeugt, wird es still bleiben in den Klassenzimmern.