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Ein Schwank aus der Antike

Kyllhafen, Nimsphilharmonie, Passagierflughafen, römisches Theater und nun auch noch ein Kinopalast auf der Bit-Galerie: Manchmal frage ich mich, ob ich noch alle Bitburger Großprojekte – ganz gleich, ob sie noch in der Planung, schon wieder begraben, geschreddert oder einfach frei erfunden sind – zusammenbekomme.

17.02.2017
Pitter
Was mich an Großprojekten aber immer stört, ist, dass sie nie fertig werden. Und wenn die Politik Großprojekte angeht – so könnte man meinen, geht es erst recht schief.

Doch wenn man sich auf eine kleine Zeitreise einlässt, findet man auch Positiv-Beispiele wie das römische Theater, in dem die Bitburger schon im Jahr 198 Tragödien und Komödien zu sehen bekamen. Das soll es ja, wie eine Inschrift auf einem Stein beweist, tatsächlich gegeben haben! 

Und den Kostenrahmen soll dieses erste Großprojekt in der Geschichte der Stadt auch nicht gesprengt haben. Ganz im Gegenteil: Die 50?000 Silbermünzen, die Lucius Amatius Gamburius für das Theater stiftete, reichten nämlich nicht nur für den Bau, sondern auch noch für den Unterhalt und Betrieb aus! Na bitte, so geht Großprojekt! Und dann auch noch made in Bitburg! Ein Rätsel bleibt nur, warum nie jemand die Überreste dieses gelungenen Großprojekts aus der Antike gefunden hat? Prost, Euer Pitter!

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