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Aufsichtsbehörde fordert: Grubentreiber in Strohn muss seine Deponiepläne ergänzen

(Strohn/Koblenz) Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord hat die Firma Scherer Baustoffe aufgefordert, ihre Pläne für eine Deponie auf dem Gelände des von ihr betriebenen Lavagrube in Strohn (Kreis Vulkaneifel) zu ergänzen.

11.03.2016
Stephan Sartoris
Hintergrund: Der Strohner Gemeinderat hatte im Januar beschlossen, den bestehenden Pachtvertrag mit Scherer über 2026 nur zu verlängern, wenn auf dem Pachtgelände keine Deponie errichtet wird. Auf ein Schreiben der SGD teilte Jörg Scherer, Geschäftsführer der Scherer Baustoffe GmbH, mit, dass er an seinen bisherigen Plänen festhalten will. Dies nahm die Aufsichtsbehörde zum Anlass, Scherer aufzufordern, seine Pläne zu ergänzen.

Damit soll nachgewiesen werden, dass die Deponie nach den gesetzlichen Vorgaben auch dann stillgelegt und abgeschlossen werden kann, wenn die Deponie bereits Ende 2026 und nicht erst 2068 geschlossen werden muss, weil der Pachtvertrag nicht verlängert wird. Nach den bisher vorliegenden Plänen kann dies nach Ansicht der SGD Nord nicht nachvollzogen werden. 

Bei dem ergänzten Plan soll dann auch dargestellt werden, dass die Entwässerung sowie die Einhaltung bergrechtlicher Anforderungen auf Dauer sichergestellt werden können. Dies soll mit den zu erwartenden Mengen an mineralischen Abfällen belegt werden. 

In Strohn und Umgebung hatte es große Proteste gegen die Deponiepläne gegeben. Fast zwei Drittel der Dorfbevölkerung hatte sich 2014 in einer Befragung dagegen ausgesprochen. Die SGD hatte das Projekt im September 2014 erst einmal auf Eis gelegt.  

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