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Baustelle A 1: Geduldsprobe für Eifeler Autofahrer

(Darscheid) Die Fahrbahn der A 1 bei Darscheid ist abgesackt, deshalb wird dort ab Dienstag für eine Woche gebaut. Den Bund kostet das 200 000 Euro. Und die Fahrer vor allem Zeit.

03.06.2017
Helmut Gassen
Viele, die aus der Vulkaneifel nach Trier fahren, müssen kommende Woche mehr Zeit einplanen. Die A 1 bei Darscheid wird nämlich von Dienstag, 6. Juni, bis Mittwoch, 14. Juni, in Fahrtrichtung Trier gesperrt. Die Autobahn bekommt auf dieser Seite einen stabileren Untergrund und eine neue Asphaltschicht, weil die Fahrbahn seit dem Bau um etwa fünf Zentimeter abgesunken ist.

Die Umleitung Während der Bauarbeiten werden die Autofahrer ab der Anschlussstelle Gerolstein über die U 59 zur Anschlussstelle Daun/ Darscheid geleitet. Diese Bedarfsumleitungsstrecke verläuft auf einem Zickzack-Kurs über die L 67, die L 46 und die B 257 über Daun.

Deshalb wird gebaut Dass die Fahrbahn um rund fünf Zentimeter abgesunken ist, liegt daran, wie sie entstanden ist. Bis 2010 bauten die Arbeiter zunächst ein Spur Richtung Norden: Das Teilstück von der Anschlussstelle Darscheid bis zur Anschlussstelle Gerolstein. Wichtigstes Projekt dieses Abschnittes war der Bau der 50 Meter hohen Liesertalbrücke. Später schütteten sie den Untergrund für die Spur Richtung Trier auf. Guido Gilles, Bauaufseher von der Autobahnmeisterei Kaisersesch, der für die A 1 zuständig ist, sagt: "Als der Damm Richtung Trier aufgebaut wurde, hat sich durch die Erdlast wohl dort was getan und alles ist in Bewegung geraten." Das habe man schon kurz nach der Eröffnung der Strecke bis zur Anschlussstelle Gerolstein gemerkt. "Der ganze Damm ist in dieser Höhe über die Jahre immer mehr so schleichend abgesunken", sagt Gilles. "Wir haben jetzt das Okay bekommen, dass die Bewegung aufgehört hat." Eigentlich sollte das Vorhaben bereits im vergangenen Jahr umgesetzt werden, wurde aber verschoben. "Jetzt gehen wir aber ran", sagt Gilles.

Das wird gemacht Die Asphaltschicht der Fahrbahn wird auf einer Länge von 180 Metern entfernt. Guido Gilles sagt: "Die Tragschicht unter dem Asphalt wird entspannt, dann wird alles verpresst und eine neue Asphaltdecke aufgebracht." Die Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn kosten rund 200 000 Euro. Die Kosten trägt der Bund.
Extra: DAS WAR’S NOCH NICHT…

Die ganz große Baustelle auf der A 1 steht den Eifelern noch bevor. Laut Verkehrsminister des Landes Rheinland-Pfalz Volker Wissing (FDP) ist vorgesehen, das Planfeststellungsverfahren für den Lückenschluss der Autobahn noch in diesem Jahr gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen auf den Weg zu bringen. Gebaut werden soll voraussichtlich 2021. Nordrhein-Westfalen plant das rund sechs Kilometer lange Teilstück zwischen dem heutigen Ausbauende an der Anschlussstelle Blankenheim (B 51) bis zur Anschlussstelle Lommersdorf. Kosten: rund 50 Millionen Euro. Der zweite Abschnitt zwischen Lommersdorf und Adenau ist 8,7 Kilometer lang und kostet voraussichtlich fast 230 Millionen Euro. Rheinland-Pfalz plant den 10,5 Kilometer langen Abschnitt von der Anschlussstelle Adenau bis zur Anschlussstelle Kelberg. Kosten: rund 200 Millionen Euro.