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Botschafterin aus Burkina Faso besucht Hillesheim

Marie Odile Bonkoungou Balima lobt Arbeit des Vereins "Solidaritätskreis Westafrika" - Eintrag ins Goldene Buch

(Hillesheim) Die burkinische Botschafterin Marie Odile Bonkoungou Balima hat die Arbeit des Vereins "Solidaritätskreis Westafrika" gewürdigt. Dafür kam sie aus ihrem Berliner Büro gemeinsam mit Senator Elmar Pieroth ins Rathaus Hillesheim. Dabei hat sich die Botschafterin ins Goldene Buch der Stadt eingetragen.

06.05.2014
Hillesheim. "Es gehört zu unserem Leben, uns für die Kinder in Burkina Faso einzusetzen", brachte der Solidaritätskreis-Vorsitzende Karl-Wilhelm Simonis seine eigene Motivation und die von Götz Krieger und den weiteren Mitstreitern und Förderern am Ende des Empfangs auf den Punkt. Simonis betonte: "Seit wir 1991 die erste Schule in Burkina Faso gebaut haben, hat sich viel verändert. Vor allem die Denkweise, dass Bildung auch für Mädchen unabdingbar ist."
Bis heute sind auf Initiative des Solidaritätskreises Westafrika mehr als 300 Schulen mit über 1100 Klassen in Burkina Faso gebaut worden. In einer Klasse werden durchschnittlich 100 Schüler unterrichtet. Unter den Neubauten befanden sich außerdem 42 Colleges, eine Schulform, die Schüler vom siebten bis zum zehnten Schuljahr unterrichtet.
Der Solidaritätskreis Westafrika ist bundesweit der größte in Burkina Faso tätige Verein (der TV berichtete). "Dafür gebühren Ihnen höchste Anerkennung und Respekt", sagte Marie Odile Bonkoungou Balima, die - bevor sie 2012 als Botschafterin nach Berlin kam - Bildungsministerin in Burkina Faso war. Es sei schon lange ihr Wunsch gewesen, die Wohltäter Karl-Wilhelm Simonis und Götz Krieger persönlich kennen zu lernen, erklärte sie und sagte weiter: "Sie leisten Hilfe, wo der Bedarf am dringendsten ist."
Anschließend hat sich die Botschafterin ins Goldene Buch der Stadt Hillesheim eingetragen. Dort schrieb sie: "Es lebe die Freundschaft und die Solidarität zwischen den Völkern." In Begleitung der Botschafterin waren der CDU-Politiker Elmar Pieroth und seine Tochter Cornelia Pieroth. Zu Pieroths bürgerschaftlichem Engagement gehören Hilfsprojekte für Landwirte in Togo und die Vergabe von Kleinstkrediten an Bauern und Handwerker im benachbarten Burkina Faso. Vom Erfolg seines eigenen burkinischen Projekts sowie von der hohen Bedeutung des Schulbaus durch den Solidaritätskreis überzeugten sich Elmar und Cornelia Pieroth erst kürzlich bei einer Reise nach Westafrika. Den Respekt der Botschafterin unterstrich Elmar Pieroth mit den Worten: "Vielen, vielen Dank diesen tüchtigen Menschen."
Dass die Botschafterin und der Politiker der Stadt zwei engagierten Bürgern die Ehre erwiesen, war auch Grund zu Freude bei den Bürgermeistern Matthias Stein (Stadt Hillesheim) und Heike Bohn (Verbandsgemeinde Hillesheim). Mitreisende bei den jährlichen Kontrollbesuchen des Solidaritätskreises nach Burkina Faso berichteten begeistert und beeindruckt von den Schulen, sagte Heike Bohn. Simonis und Krieger trügen in vorbildlicher Weise zu einer besseren Zukunft des westafrikanischen Landes bei, betonte Matthias Stein. bb

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