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Brings bringt den Rekord für Klassik auf dem Vulkan

(Daun) Die dritte Veranstaltung von Klassik auf dem Vulkan bringt mit der Kölner Kultband Brings den erhofften Besucherrekord. Sänger Peter Brings gönnt sich vor 1600 Zuschauern eine unerwartete Abkühlung im Gemündener Maar.

16.07.2017
Helmut Gassen
Für Verkehrsamtsleiter Thomas Rähtlein und sein Team dürfte der dritte Termin von Klassik auf dem Vulkan am Gemündener Maar mit der Kölschband Brings ein Rausch gewesen sein. In der Vorwoche 550 begeisterte Zuschauer beim Konzert von Anna- Maria Kaufmann und nun die Rekordkulisse: 1600 Zuschauer feierten mit Brings – Veranstalterherz, was willst du mehr. Klassik auf dem Vulkan hat damit einen Höhepunkt erreicht. 
 
Zwar zeigte sich der Himmel nicht sehr sommerlich, aber was macht das aus bei der Kulisse und einer Band wie Brings? Hauptsache, es blieb trocken und die Atmosphäre des Gemündener Maares in seinem von Wäldern eingehüllten Kessel war wieder einmal eindrucksvoll. 
Das Motto des Abends gab Stadtbürgermeister Martin Robrecht passend aus, „Los uns fiere“ und eine „supergeile Zick haben“ und das nahmen die Zuschauer gerne auf. Auch wenn Brings nicht nur als Karnevalsband gilt, kam die lokale Karnevalsprominenz gerne: Das Dauner Prinzenpaar der letzten Session Prinz Tino I. und seine Prinzessin Janine I. sowie das Kinderprinzenpaar Jule und Nuki schlüpften noch einmal in ihr Ornat. Prinz Tino freute sich auf jeden Fall „noch mal die Strumpfhose anzuziehen“. 
 
Und Brings, die hatten ihren Spaß in der Wahnsinnskulisse, sangen ihre Hits von „Halleluja“, „Supergeile Zick“, „Nur wir zwei“ „Bis ans Meer“, „Polka, Polka“ und natürlich „Ohne Zweifel, wir sind in der Eifel“ und weinten den Kölner Lichtern, die zur gleichen Zeit am Abend stattfanden, keine Träne nach. „Gegen das hier kacken die Kölner Lichter doch ab“, rief Frontsänger Peter Brings den begeistern Zuschauern zu. Am Ende überbordete seine Freude; er sprang sogar vor Spaß ins Schwimmbad. 
 
Diana Gräfen aus Laubach war schon öfter bei Klassik auf dem Vulkan, aber noch nie am Gemündener Maar. Sie ist begeistert von der Atmosphäre: „Es ist wunderbar hier und so ein schönes Ambiente“, sagt sie. 
 
Auch Sabine Weins aus Wittlich ist hin und weg davon: „Das ist eine Superkulisse. Diese schönen Kerzen überall, das ist wirklich nicht zu toppen“. Das sieht Manfred Kolf aus Oberstadtfeld auch so: „Ich bin zum ersten Mal bei Klassik auf dem Vulkan, aber nicht das letzte Mal. Es ist ein fantastisches Ambiente hier und alles top organisiert. Und Brings, das sind perfekte Musiker! Die sind geil“.

Verkehrsamtsleiter Thomas Räthlein freut sich über soviel Lob. Es sei eine große organisatorische Herausforderung für alle gewesen, weil es mehr Aufwand angesichts der vielen Besucher gewesen sei. „Aber alles hat perfekt geklappt, besser hätte es nicht laufen können.Wir sind wirklich hochzufrieden mit dem Abend und er bedeutet den Besucher-Rekord für uns“.

Die Anfänge einer Kultband
1991 erschien das Debütalbum Zwei Zoote Minsche. Inhaltlich war die Band um Abgrenzung bemüht. Peter Brings sagte rückblickend: „Jeder direkte Bezug zu Köln wäre tödlich gewesen. Da hätten wir uns gleich zur Prunksitzung mit Prinz Karneval anmelden können.“ 
1992 erschien das Album Kasalla, 1993 das dritte Album Hex’n’ Sex. Die Band spielte 1991 neben Billy Idol und Transvision Vamp als Support der Simple Minds im ausverkauften Müngersdorfer Stadion in Köln und 1993 bei Rock am Ring.  Ein Höhepunkt war eine nahezu ausverkaufte Kölner Sporthalle im gleichen Jahr.  Quelle: Wikipedia