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Mit Batterieantrieb über die Eifelberge

Der Radtourismus boomt weiter in der Region. Mit neuen Angeboten wie dem E-Bike (Elektrofahrrad) und neuen Veranstaltungen wie dem Vulkan Cross Triathlon in Schalkenmehren sollen noch mehr Gäste in die Region gelockt werden.

10.01.2011
Von unserem Mitarbeiter Helmut Gassen
Daun. Kreuz und quer durch das Gelände, vorbei an imposanten Maaren, durch tiefe Wälder und über weite Höhen - das sind für Radfahrer Kriterien, die sie zum Sporttreiben in die Vulkaneifel locken. Radveranstaltungen wie der VulkanBike, der neue Moutainbike-Trailpark oder der im vergangenen Jahr gestartete Vulkan Cross Triathlon in Schalkenmehren locken besonders extrem sportlich veranlagte junge Menschen in die Vulkaneifel. Ein Boom, der anhält.
 
Angefangen hat alles mit der Eröffnung des Maare-Mosel-Radwegs, der in Daun beginnt und bis zur Mosel führt. An der Strecke profitieren schon viele von seiner Anziehungskraft.
 
"Allein im vergangenen Jahr nutzten 18 000 Gäste die beiden Buslinien als Zubringer zum Maare-Mosel-Radweg", berichtet Thomas Räthlein, Leiter der Tourist-Information Daun.
 
Auf stillgelegten Bahnstrecken wurden überall Radwege konzipiert, aber auch neu gestaltete Wege wie der Kosmos-Radweg von Daun nach Meerfeld kommen gut an. "Der Kosmosradweg wird gut angenommen. Die Tourist-Information erhält von den Gästen, was die Präsentation der Thematik und den Wegeverlauf angeht, durchweg ein positives Feedback", berichtet Arnold Schneider, Pressesprecher der Verbandsgemeinde Daun, auf TV-Anfrage.
 

 
Das touristische Angebot Nummer Eins ist aber das Wandern. "Wandern hat mit der Eröffnung des Eifelsteigs 2009 einen sehr großen Aufschwung erfahren. Das bestätigen auch die Leistungsanbieter", sagt Schneider.
 
Doch mit neuen Angeboten wie dem E-Bike (Elektrofahrrad) sollen neue Gäste in die Region gelockt werden. "Damit sprechen wir eine neue Zielgruppe an. Schon jetzt gibt es einen Run auf das neue Angebot, das wir noch weiter ausbauen werden", sagt Tourist-Informationschef Räthlein.
 
Mit dem E-Bike werden die Gäste angesprochen, die bisher nicht oder wenig Rad gefahren sind und die sich dadurch nun regelmäßiger bewegen wollen. Dementsprechend wurde das Thema auch ab 2010 ins touristische Marketing aufgenommen, um so schnell wie möglich auf diesen neuen Trend aufzuspringen.
 
Die Firma Movelo hat ein Verleihnetz aufgebaut. "Inzwischen gibt es allein in der Vulkaneifel von Bad Bertrich bis hinter Stadtkyll 21 Verleihstationen in Hotels oder beim Fahrradhandel. Zusätzlich gibt es noch sechs Akkuwechselstationen, so dass sich der Kunde praktisch alle 25 Kilometer irgendwo kostenlos einen neuen Akku holen kann", erzählt Ralf Gerber von Movelo Eifel.
 
Etwa 70 dieser mit einem Elektromotor bestückten Räder stehen vom 1. Mai bis 31. Oktober in der Vulkaneifel zur Verfügung. Wichtigste Kunden sind für Movelo Hotels. Dort kann sich der Gast für 20 Euro am Tag ein Rad ausleihen.
 
Gerber: "Die Nachfrage ist sehr gut. Sobald jemand draufsitzt und sieht, was die Räder leisten, sind sie alle begeistert. Man kann mit einem Lächeln einen extremen Berg hochfahren, ohne groß ins Schwitzen zu geraten. Wir wollen deshalb das Verleihnetz weiter in Richtung Ost-, Süd- und Nordeifel und bis nach Trier ausbauen. Es gibt sogar schon Nachfragen von den Touristikern aus den Beneluxstaaten."