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aus unserem Archiv vom 04. Juni 2011
Ort: NürburgKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Tote Hosen feiern 2012 Geburtstag am Ring

Als "Rock am Ring" am Sonntagabend mit den "Beatsteaks" und "System Of A Down" gerade zu Ende geht, ist bereits die Überraschung fürs kommende Jahr perfekt: 2012 feiern die Toten Hosen auf dem Ring ihren 30. Geburtstag.

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(mh/dpa/AF) Festivalveranstalter Marek Lieberberg präsentierte drei besondere Gäste. Kuddel, Andy und Campino von den Toten Hosen. Und der Sänger der legendären deutschen Punkrockband kündigte an: "Wir feiern im nächsten Jahr unsere 30-jährige Geburtstagsparty. Am Ring." Ein Headliner am Sonntag, über den sich viele Musikfans freuen werden.

Und damit wurde auch den Kritikern des diesjährigen Programms, das viele Besucher als zu soft eingestuft haben, der Wind aus den Segeln genommen. Programmchef Andre Lieberberg blieb aber bei seiner Überzeugung. Er sagte: "Wir werden bei Rock am Ring weiterhin viele verschiedene Genres bedienen - wenngleich unser Schwerpunkt nach wie vor auf harter und guter Rockmusik liegen wird."

Nach Veranstalterangaben jubelten rund 84 000 Menschen den Bands zu - darunter die britische Band Coldplay und Korn aus den USA.

Zum Festivalbeginn hatten Mando Diao die Eifel gerockt. Sänger Björn Dixgard versprach nicht zu viel, als er vor "Down in the Past" den Ringrockern zurief: "Lasst uns ein paar Mauern einreißen." Mit einer Endlosversion von "Dance with Somebody" als Zugabe sicherten sich die Schweden frenetischen Jubel.

Am Samstagabend setzte pünktlich zum Haupt-Act Coldplay allerdings der Regen ein, der zwar eine willkommene Abkühlung brachte, die Zeltplätze aber auch komplett unter Wasser setzte.

"Die Leute sind einfach glücklich. Ich stand bei "Korn" in der ersten Reihe. Das ist zwar eng und es wird gedrückt von hinten, aber es war einfach geil. Auch wenn wir am Abend komplett nass waren", sagt der 18-jährige Casper Cichocki aus Köln.

Aus Sicht der Polizei verlief das Festival2011 ruhig. 21 Verkehrsunfälle mit vier Leichtverletzten sowie "nur" zehn Anzeigen wegen Körperverletzung stellen bei gut 84000 Festivalbesuchern für die Polizei "ein absolutes Minumum" dar. Überschattet wird Rock am Ring 2011 dennoch vom tragischen Tod eines Fußgängers, der in der Nacht auf Freitag auf der B 258 angefahren wurde. Problematisch wird hingegen erachtet, dass es nach wie vor vermehrt zu Taschendiebstählen und Diebstählen aus Zelten kam.

Dennoch: Marek Lieberberg zeigte sich "stolz und erleichtert" darüber, dass die Organisation reibungslos klappte und nicht zuletzt dadurch das Festival diszipliniert ablief - vor allem vor dem Eindruck der Loveparade-Katastrophe. Lieberberg sagte: "Das Leben der Menschen ist wichtiger als alle Musik." Für das Wohlbefinden der Rockfans sorgte auch das DRK: Die Helfer versorgten rund 6000 Festivalbesucher - vor allem wegen Sonnenbrand.

Unsere Reporter berichten noch bis zum Schluss von den Ereignissen auf dem Ring bei Facebook und Twitter.  Mehr zum Rock am Ring auch in unserem Special

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