Von den großen Orkanen "Vivian" und "Wiebke", die an Karneval 1990 wüteten, war der Wald im Kreis Daun in der Region Trier am härtesten betroffen. Auf 3000 Hektar fielen 1,2 Millionen Festmeter Holz. Martin Manheller, Leiter des Forstamts Hillesheim, schätzt den wirtschaftlichen Schaden kreisweit auf 33 Millionen Euro. Die Landesregierung reagierte und gewährte neun Millionen Euro Zuschüsse. In Manhellers Bezirk fielen 350 000 Festmeter auf 800 Hektar. Mittlerweile ist die Aufforstung abgeschlossen: 400 Hektar sind reine Laubbestände, 250 Hektar Mischwald und 150 Hektar Naturverjüngung. Sichtbare Konsequenz des Windwurf-Schadens: War es vorher überwiegend Fichtenbestand, macht diese flach wurzelnde Baumart jetzt nur noch knapp 20 Prozent aus. Basierend auf den Erfahrungen des Windwurfs aus 1984 wurden Nasslagerplätze zum Schutz vor Insekten- und Pilzbefall eingerichtet. Für diese 150 000 Festmeter Holz wurden zwar 14 Millionen Euro Erlös erzielt. Dem standen jedoch 7,5 Millionen Euro Mehrkosten und 33 Prozent Preisverfall gegenüber. Ähnliche Einbußen meldet Revierleiter Dieter Geider als Bilanz der Windhose, die vor 13 Monaten in der Nähe von Schlausenbach wütete. Im Staats- und Privatwald fielen jeweils 4000 Festmeter Holz, vorwiegend Fichte. Geider: "Der wirtschaftliche Schaden macht für den Staatsforst eine viertel Million Euro aus. Die 50 Jahre alten Bäume sollten 100 Jahre alt werden. Sie wären jetzt erst ins Geld gewachsen." Am Schaden im Staatsforst beteiligt sich die Landesregierung nicht. Reiner Streit, Betreuer der Privatwaldbesitzer: "Wir kriegen nur was für Neuanpflanzungen von Laub- oder Mischwald. Für reine Nadelholzkulturen gibt es nichts." Die endgültigen Pläne für die Wiederaufforstung hat der Privatwaldbesitzer aus Belgien noch nicht getroffen.
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