Nach Jahren der Preisgarantie steigen in der Verbandsgemeinde Hillesheim 2013 die Kosten für Frischwasser - um rund neun Prozent. Die Abwassergebühr bleibt konstant.
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Hillesheim. Fünf Jahre haben die Abnehmer im Hillesheimer Land den gleichen Preis für den Bezug von Frischwasser bezahlt. Ab diesem Jahr ändert sich das. Der Rat der Verbandsgemeinde Hillesheim hat eine Erhöhung des Preises beschlossen - um insgesamt 8,8 Prozent.
Für einen Haushalt, in dem vier Personen wohnen, steigen die Kosten für Wasser um 1,60 Euro im Monat. Der Grundpreis für die Wasserversorgung kostet ab diesem Jahr 50 Cent mehr und steigt damit von jährlich 60 Euro auf 66 Euro.
Der Arbeitspreis für die Wasserversorgung steigt um zehn Cent pro Kubikmeter. "Bei durchschnittlichem Wasserverbrauch bezahlt eine vierköpfige Familie im Jahr 19,20 Euro mehr", sagt Werkleiter Klaus Eilert. Er nennt dies eine "moderate Erhöhung".
"Die externen Preise zur Wasseraufbereitung sind gestiegen,. Und den Werken der Verbandsgemeinde bleibt nichts übrig, als zu folgen", sagt der Werkleiter.
Seit 2008 blieb der Preis für das Wasser konstant - während er in den benachbarten Verbandsgemeinden regelmäßig stieg. "Doch nun zwingen uns die höheren Kosten für Strom, infrastrukturelle Verbesserungen wie dem Bau einer neuen Wasserleitung in Niederehe und der Wassercent zu einer Preiserhöhung", erklärt Eilert.
Grundsätzlich aber ist das Leitungsnetz im Hillesheimer Land nach Aussage des Werkleiters auf Vordermann, so dass künftig keine übermäßig großen Investitionen anstehen. Eilert: "85 Prozent unserer Leitungen sind top."
Hauptgrund für die Preiserhöhung ist der so genannte "Wassercent", der ab diesem Jahr in Rheinland-Pfalz für alle Entnahmen aus dem Grundwasser sowie aus Oberflächengewässern erhoben wird.
Dadurch steigen für Unternehmen und Privathaushalte die Wasserrechnungen. Die Einnahmen in Höhe von jährlich 20 Millionen Euro in Rheinland-Pfalz sollen ausschließlich dem Schutz der Gewässer zugutekommen. Die gesetzlich festgelegte Abgabehöhe liegt bei sechs Cent, doch die VG Hillesheim zahlt sieben Cent pro gefördertem Hektoliter Wasser. Denn nicht das gesamte geförderte Wasser kann auch an den Endverbraucher verkauft werden. Denn es müssen Wasserleitungen und Hydranten regelmäßig gespült werden, und auch für das Wasser, das die Feuerwehr verbraucht, wird keine Rechnung geschrieben.
Dazu komme der laut dem Erneuerbaren Energiegesetz (EEG) gestiegene Preis für Strom. Zwei Cent mehr an Kosten für den Hektoliter, plus der Umsatzsteuer von sieben Prozent, müssen die Werke auf die Verbraucher umlegen.
Der Preis für Abwasser wird im kommenden Jahr im Hillesheimer Land allerdings nicht steigen.
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