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Feuer überrascht Ehepaar im Schlaf

100 000 Euro Sachschaden bei Brand eines Altbaus in Birresborn - Bewohner retten sich, Papageien sterben

(Birresborn) Glück im Unglück: Beim Brand eines Altbaus in Birresborn in der Nacht auf Donnerstag hat sich das Ehepaar, das im Haus wohnte und im Schlaf überrascht wurde, in letzter Sekunde retten können. Es entstanden 100 000 Euro Sachschaden, die beiden Papageien der Hausbesitzer starben jedoch.

28.01.2016
Mario Hübner
Birresborn. Der Alarm um 4.30 Uhr ließ Schlimmes erahnen: In der Kopper Straße in Birresborn brennt ein Wohnhaus, es befinden sich eventuell noch Personen im Gebäude.
Dass dem letztlich glücklicherweise doch nicht so war, das erfuhr Birresborns Wehrführer Robert Benz schon auf dem Weg von zuhause zum Feuerwehrhaus: "Ich bin rasch am Brandort vorbei und traf vor dem Haus die beiden Bewohner an, die mir dann auch sagten, dass keine Menschen mehr im Haus sind und dass der Brandherd vermutlich der Verteilerkasten im Treppenhaus ist. Da ich sah, dass im Inneren bereits die Flammen nach oben schlugen, habe ich auch gleich noch die Feuerwehr Gerolstein mit ihrer Drehleiter nachalarmiert, auch wenn diese letztlich nicht eingesetzt werden musste."
Für Benz, der von einem gelungenen Einsatz sprach, kam die Hilfe quasi "in letzter Sekunde". Er berichtet: "Die Bewohner sind im Schlaf überrascht worden - und zwar nicht von den Brandmeldern, die sie im Haus hatten, sondern vom starken Qualm, der sich bereits durchs ganze Haus zog. Sie haben es dann gerade noch so geschafft, ins Freie zu gelangen. Dabei mussten sie durchs brennende Treppenhaus nach unten, haben sich aber glücklicherweise nicht verletzt." Bereits kurze Zeit später wären sie nach Einschätzung des Einsatzleiters chancenlos gewesen.Für die beiden Papageien des Ehepaars, die sich in einer Voliere im Obergeschoss befanden, kam hingegen jede Hilfe zu spät.
Binnen einer Dreiviertelstunde wurde die Wehr laut Benz Herr über das Feuer. Etliche mit Maske, Sauerstoffflasche und Schutzkleidung ausgestattete Wehrleute bekämpften im Gebäudeinneren erfolgreich die Flammen, sodass ein Übergreifen auf die oberen Stockwerke und aufs angrenzende Nachbargebäude verhindert wurde. Dennoch entstand hoher Schaden, da sich viel Qualm und Ruß in den oberen Etagen breitgemacht hatten. Polizei und Feuerwehr gehen von rund 100 000 Euro Sachschaden aus. Im Einsatz waren rund 70 Wehrleute der Feuerwehren aus Birresborn, Mürlenbach, Lissingen und Gerolstein sowie Einsatzkräfte der Polizei, des Rettungsdienstes und eines Stromversorgungsunternehmens. Wehrleute aus Birresborn hielten noch bis zum Morgen Brandwache.

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