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aus unserem Archiv vom 21. Juli 2010
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Gemeinsam anpacken statt faulenzen

20 Jugendliche aus aller Welt packen zurzeit in Gerolstein gemeinsam an. Im Rahmen eines Workcamps verleihen sie Kriegsgräberstätten neuen Glanz und bauen ein Klettergerüst. Zwischen Pinsel und Bohrmaschine treffen die unterschiedlichsten Kulturen aufeinander.

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Gerolstein. (as) In der Grund- und Realschule plus Gerolstein ist seit Anfang des Monats ein buntes Sprachengemisch zu hören. Sieben Jungen und 13 Mädchen aus verschiedenen Ländern haben sich dort zusammengefunden, um drei Wochen lang gemeinsam in einem internationalen Jugendcamp zusammenzuarbeiten. Die Teilnehmer sind aus Frankreich, Italien, Korea, Russland, Ecuador, Serbien, Spanien, der Türkei und der Ukraine angereist, um in der Vulkaneifel Arbeit zu leisten. Statt in ihren Ferien die freie Zeit zu genießen wollen sie freiwillig schuften. Organisiert wird die siebte Auflage des dreiwöchigen Workcamps in Gerolstein von der Organisation "Internationale Jugendgemeinschaftsdienste" (ijgd).
 
Auch einige deutsche Jugendliche haben sich unter die multikulturelle Gruppe gemischt. Eine davon ist Theresa Schrödl. "Wenn wir zusammen kochen, merkt man schon, dass für uns alltägliche Dinge in anderen Ländern ganz anders gemacht werden", sagt die 16-Jährige. Obwohl alle unterschiedliche Sprachen sprechen, klappe es mit der Verständigung ganz gut. "Untereinander sprechen wir Englisch", sagt Theresa Schrödl, die auch im TV-Gespräch immer mal wieder ins Englische verfällt.
 

Teilnehmer übernachten in der Schule


 
Ihr heimisches Bett haben die 20 Jugendlichen, die zwischen 16 und 23 Jahren alt sind, für die Dauer des Workcamps gegen einen Platz im Gemeinschaftsschlafsaal in der Grund- und Realschule plus eingetauscht. Dort kochen sie auch gemeinsam und erholen sich vom täglichen Arbeitspensum. Ab 8 Uhr morgens sind die Jugendlichen in Gerolstein im Einsatz: Sie pflegen Kriegsgräber auf dem Ehrenfriedhof und malen Bilder, die an den Wänden im Gerolsteiner Rathaus und in den Schulen einen Platz finden werden. Eine andere Gruppe hat aus unbearbeiteten Baumstämmen an der Gerolsteiner Grundschule ein Klettergerüst errichtet. "Beim Arbeiten kommt man schnell ins Gespräch und findet neue Freunde", sagt die 22-jährige Jelena Ristic aus Serbien. Sie hat rund acht Stunden täglich mit anderen Teilnehmern die Kriegsgräberstätten von Unkraut befreit und Gedenktafeln mit Bürsten gereinigt. "Hier in Deutschland geht es beim Arbeiten viel disziplinierter zu als bei uns. Und Pünktlichkeit wird hier noch wertgeschätzt", meint Mario Limaico (16) aus Ecuador.
 
Bei Ausflügen nach Trier, Köln, zum Nürburgring und einer Fahrt mit der Eifelquerbahn haben die Jugendlichen die Vulkaneifel und Umgebung bereits kennengelernt. Einigen Teilnehmern ist die Natur in der Eifel völlig fremd. "Ich habe hier zum ersten Mal Kühe gesehen - das war ein tolles Erlebnis", schwärmt Yoo Sun Jung (22) aus Korea.
 
Informationen zum Camp gibt es im Internet unter  www.ijgd.de



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