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aus unserem Archiv vom 15. Juli 2012
Autor: Nina Ebner Kommentare: Kommentare zeigen Ort: Gerolstein/Kyllburg Drucken  E-Mail

Radler trotzen zahlreichen Schauern

Dunkle Wolken, Temperaturen unter 15 Grad, immer wieder Schauer: keine optimalen Voraussetzungen für den Raderlebnistag Kylltal Aktiv. Diejenigen, die sich dennoch am Sonntag auf die 26 Kilometer lange Strecke zwischen Gerolstein-Lissingen und Malberg begaben, ließen sich aber ihre gute Laune durch das Wetter nicht vermiesen.

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Gerolstein/Kyllburg. Regenjacke und -hose sowie wasserdichte Schuhe - das war das Rüstzeug, mit dem sich die hartgesottenen Fans des autofreien Sonntags Kylltal Aktiv gegen das mäßige Wetter wappneten. Marion Schüller aus Monschau, die sich in Gerolstein-Lissingen aufs Rad schwang und die 26 Kilometer lange Strecke in Richtung Malberg in Angriff nahm, konnte den kühlen Temperaturen und Regenschauern dennoch etwas Gutes abgewinnen: "So ist die Strecke wenigstens frei, und es gibt kein Gedränge."

Deutlich weniger Teilnehmer


In der Tat konnten die Radler die Fahrt durchs Kylltal weitgehend ungestört genießen - nur rund 2500 Teilnehmer, so Frank Reuter von der Tourist Info Gerolsteiner Land, waren bei der 14. Auflage von Kylltal Aktiv auf der gesperrten L 24 unterwegs. Deutlich weniger als im vergangenen Jahr, als die Veranstalter mehr als 7000 Teilnehmer zählten. Dennoch zeigte sich Reuter zufrieden: "Es sind mehr Teilnehmer unterwegs als ich erwartet hatte nach den ganzen Regenschauern der letzten Tage."
Dass doch so viele Radler - Skater wagten sich angesichts der nassen Fahrbahn kaum auf die Strecke - gestern im Kylltal unterwegs waren, liegt wohl auch daran, dass Raderlebnistage ihre treuen Anhänger haben. Etwa Kurt Sprave aus Wintersdorf an der Sauer, der mit Freunden von Gerolstein aus die gesperrte Straße Richtung Kyllburg radelte. "Wir fahren hier jedes Jahr mit und bei vielen anderen Raderlebnistagen auch", sagte Sprave, "man kann endlich mal Fahrradfahren ohne Autoverkehr."

Programm in vielen Gemeinden


Eigens aus Erftstadt in Nordrhein-Westfalen war Jutta Güth zu Kylltal Aktiv gekommen - nicht zum ersten Mal, wie sie berichtete: "Was mir hier gut gefällt, ist die Landschaft an der Kyll und dass man sich links und rechts noch was anschauen kann." So legte sie beispielsweise in Mürlenbach einen Stopp an der Bertrada-Burg ein und verfolgte wie viele andere gebannt die akrobatischen Vorführungen beim sogenannten Bike-Trial des Teams "Seven Trial" aus Weiler am Berge in der Nordeifel.
Ein Pausen-Bier trotz Regen gönnten sich Harald Thönnes aus Darscheid, Ottmar Hecken aus Prüm und Manfred Meyer aus Weinsheim in Kyllburg. "Die paar Tröpfchen machen uns nichts aus, da halten wir halt öfter an und machen ein Päuschen", sagte Meyer. Für die drei Vereinskumpanen vom Radsportclub Prüm stand außer Frage, dass sie sich auch bei Regen auf ihre Fahrräder schwingen. "Die Leute machen sich so viel Arbeit, dass muss schon honoriert werden", befand Thönnes.
Egal, ob in Birresborn, Mürlenbach, Densborn, Usch, Zendscheid, Sankt Thomas, Kyllburg oder Malberg - entlang der 26 Kilometer langen Strecke gab es genug Gelegenheit, in den teilnehmenden Gemeinden einen Stopp einzulegen, sich zu stärken und sich unterhalten zu lassen: "Die geben sich hier wirklich viel Mühe", lobte Stefan Müllers aus Ürzig, während Cornelia Lenartz aus Hillesheim "die tolle Organisation des autofreien Sonntags" hervorhob: "Man wird hier überall richtig nett empfangen."




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