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Um Mitternacht allein im Dom: Wachdienst beschützt die Reliquie

(Trier) "Mir war schon ein bisschen mulmig die ersten Tage", erzählt Gerhard Blass. Der 63-Jährige arbeitet für den Trierer Wachdienst (TWD), der bei der Heilig-Rock-Wallfahrt für die Sicherheit der Pilger sorgen soll.
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Zwei Wochen lang bewachte Blass nachts auch die Reliquie im Dom. Nach der Abendmesse wurde er in der Kirche eingeschlossen. Ganz allein hat er seine Runden gedreht. "Alle Lampen waren aus. Nur das ewige Licht über dem Rock hat immer gebrannt." Ein bisschen Gänsehaut war schon dabei, so ganz allein im Dunkeln durch die riesige Kirche zu gehen, sagt Blass. "Das Gebälk und die Bänke knackten nachts. Und die Heizung hat seltsame Geräusche gemacht, wenn sie ansprang", sagt der Riegelsberger. "Geister habe ich aber nicht gesehen." Bis zu 50 Mitarbeiter des TWD sind jeden Tag bei der Wallfahrt im Einsatz. "Die Leute sind über die ganze Innenstadt verteilt - immer da, wo die Besucherströme sind", sagt Michael Lehnert vom TWD. Engagiert wurde die Sicherheitsfirma vom Bistum. Dramatische Vorkommnisse gab es keine, sagt Lehnert. "Das Klientel dieser Veranstaltung ist sehr friedlich, offen und freundlich." In erster Linie seien die Wachmänner und -frauen deshalb auch Ansprechpartner für die Pilger gewesen. Auch Wachmann Blass hat sein Einsatz Spaß gemacht. "Jetzt weiß ich, wie es ist, ganz allein in einer Kirche in einem so großen Raum zu sein." sen

 


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