Ich war drei Mal auf dem Jakobsweg und habe da eine Idee bekommen, was Pilger bewegt.
Dossiers zum Thema: Kolumnen
Podcast
Fotostrecke
Manche wollen einfach fünf Kilo abnehmen, indem sie zu schwere Rucksäcke durch Mittelgebirgslandschaften schleppen, sie wollen sich mit anderen Pilgern betrinken, potenzielle Sexualpartner kennenlernen, Chorizo essen, sie wollen keine Ahnung haben, wo das Bettchen steht, in das sie abends fallen oder sie möchten (ohne Witz!) über die europäische Kirchengeschichte nachdenken.
Andere stehen vor der Frage, ob sie Mönch werden wollen oder doch lieber Kinder zeugen, sie fragen sich, welchen Beruf sie ausüben könnten, warum der Max oder die Sabine sie verlassen hat, wie sie nach dem Tod der Tochter weiterleben sollen, wer sie überhaupt sind, ob es Gott gibt und falls ja, ob man den nicht irgendwo finden könnte. Wieder andere haben Gott schon gefunden, sind Ihm dankbar und denken, ein Besuch beim Apostel wäre eine gute Art das zu zeigen. Jakobspilger sind alt, dick, jung, dünn, Spanier, Schweden oder Sudanesen, sportlich, bekifft, religiös, atheistisch, angepasst, total dagegen, schlau, zurückgeblieben, zielstrebige Karrieretypen oder echte Lebenskünstler. Kurz: Die haben nix gemeinsam. Außer dem Weg.
Dem Weg nach Santiago. Und aus irgendeinem Grund reicht das. Sie gehören zusammen. Denn der Weg macht sie zu einer großen Gemeinschaft, in der sich plötzlich Menschen füreinander interessieren, die sich sonst nicht mit dem Dings angucken würden. Und plötzlich ertappen sie sich dabei, wie sie stundenlang miteinander über das Leben und die Liebe reden… Ich frage mich, ob der Weg nach Trier das mit den Rock-Pilgern auch macht. Er soll ja zusammenführen, was getrennt ist. Ich werde es ausprobieren. Allerdings müssen die anderen sich ganz schön damit beeilen, mich in ihre Gemeinschaft aufzuholen - äh -nehmen. Weil, wenn ich aus dem Bett falle, bin ich schon fast im Dom. Es sind 2,2 Kilometer. Sagen wir, 19 Minuten. Ich bin die mit dem kleinen Rock am Revers.
Kein Problem? Cool. Und dann reden wir mal über alles.
In ihrer Kolumne "Trier rockt" macht sich unsere Redakteurin ihre eigenen Gedanken über die Heilig-Rock-Wallfahrt.
Kohlgemüse liefert so viele Vorteile auf einmal wie kaum ein anderes Gemüse. Kohl ist vielseitig einsetzbar und besonders in der kalten Jahreszeit ein wichtiger Vitaminlieferant. mehr...
Finden Sie uns auf Facebook und auf Twitter | Kommentare: Kommentar schreiben