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aus unserem Archiv vom 16. Dezember 2011
Autor: Axel MunsteinerOrt: HermeskeilKommentare: Kommentare zeigenDrucken  E-Mail

Bau des Feuerwehrmuseums bleibt fraglich

Ob und wann es mit dem Bau des Hermeskeiler Feuerwehrmuseums losgeht, steht weiter in den Sternen. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend die von Bürgermeister Udo Moser (BFB) auf die Tagesordnung gesetzte Grundsatzentscheidung über die Verwirklichung des 3,7 Millionen Euro-Projekts vertagt. Vor allem die Situation im Förderverein lieferten erneut Anlass zum Streit.

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Hermeskeil. Mitten im Stadtparkweiher stand am vorigen Wochenende eine Weihnachtsmann-Figur, zu deren Füßen viele Pakete und ein Schild mit der Aufschrift "Feuerwehrmuseum" lagen. Doch mit diesem Geschenk werden alle Befürworter des Projekts, über das schon seit 2007 in Hermeskeil diskutiert wird, weiterhin nicht beschert.

Heftige Wortgefechte


Stadtbürgermeister Udo Moser (BFB) wollte vom Rat einen Grundsatzentscheid über den Bau des Feuerwehrmuseums, das auf dem Neuen Markt entstehen soll und inklusive Gastronomieteil rund 3,7 Millionen kosten wird. Auch die Ausschreibung für die ersten Arbeiten standen auf der Tagesordnung. Doch bis auf seine eigene Fraktion lehnten alle anderen politischen Kräfte einen solchen Beschluss ab. CDU, SPD, FWG und Linke sprachen sich dafür aus, das Thema zu vertagen. Die Situation im Förderverein war dafür der ausschlaggebende Punkt. "Wir brauchen einen zuverlässigen Partner, der das Museum 25 Jahre lang verantwortungsvoll betreiben soll. Der Vorstand ist aber zurzeit nur zur Hälfte besetzt. So können wir keinen Vertrag abschließen", betonte Markus Forster (CDU). Auch Rene Treitz wies darauf hin, "dass wir hier vom größten Projekt reden, das Hermeskeil seit langem gesehen hat. Wir entziehen den Mitgliedern des Fördervereins nicht unser Vertrauen, wollen aber gewisse Dinge geklärt haben. Die personellen Probleme haben uns zurückschrecken lassen", sagte der SPD-Sprecher.
Zur Erinnerung: Moser hatte im September den Vorsitz des Fördervereins übernommen, nachdem die Mitglieder den Verbandsgemeindechef Michael Hülpes (CDU) abgewählt hatten. Nach wie vor sind die Posten des zweiten Vorsitzenden und des Schatzmeisters vakant. Es gebe dafür Kandidaten, die aber erst bei einer für den 28. Januar angesetzten Mitgliederversammlung gewählt werden können. "Der Verein ist leistungsfähig", versicherte Moser.
Dennoch forderte Thomas Museler (FWG) und der Rest des Rats, "dass der Betreibervertrag neu auf den Tisch muss. Der Bürgermeister muss erst mal seine Hausaufgaben machen und uns einen handlungsfähigen Vorstand präsentieren." Seine am 30. August getroffene Zustimmung zum Entwurf einer vertraglichen Regelung zwischen Stadt und Förderverein zog der Rat wieder zurück. Erst wenn der neue Fördervereins-Vorstand steht, dieser sich dem Gremium vorgestellt hat und mit ihm ein Betreibervertrag ausgehandelt wird, soll eine Grundsatzentscheidung fallen. Bis dahin dürfe nicht mit dem Bau des Feuerwehrmuseums begonnen werden. Dieser von der CDU vorgeschlagenen Vorgehensweise stimmte der Rat bis auf drei BFB-Mitglieder zu.
Im Laufe der Debatte war es wiederholt zu heftigen Wortgefechten gekommen. Der BFB-Sprecher warf der CDU vor, "dass sie Machtspielchen betreibt. Sie hat dem Förderverein ihr Vertauen entzogen, weil sie den CDU-Mann Hülpes abgewählt haben". Forster konterte: "Diese Vorwürfe sind völlig absurd." Hülpes warf Trösch "verleumderische Aussagen" vor und Museler bezeichnete Stadtbürgermeister Moser als "Kaputt-Macher".
Dieser wiederum machte den Rat dafür mitverantwortlich, dass es nach wie vor keinen Pächter für den Gastronomieteil gibt. "Man kann die Hürden auch unendllich hoch legen und Interessenten verschrecken. Wenn wir endlich mal sagen, dass wir bauen, können wir auch gezielt an die Pächtersuche herangehen", so Moser.




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