Hermeskeil steht auf einer der wichtigsten Verkehrsadern für längere Zeit eine Großbaustelle bevor. In der zweiten Jahreshälfte beginnen zwischen der Einmündung zur K 97 und dem Stadteingang die Arbeiten für eine neue Fahrbahndecke auf der B 327. Die umfangreiche Erneuerung des Kanals in der Koblenzer Straße schließt sich daran nahtlos an. Voraussichtlich bis 2013 wird gebuddelt.
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Drei Abschnitte: Die Grafik zeigt, wie sich die Kanalarbeiten in der Koblenzer Straße stadteinwärts bewegen.
Hermeskeil. Es ist ein "großangelegter Eingriff" (Verbandsgemeinde-Werkleiter Andreas Schmitt), dessen Auswirkungen fast alle Verkehrsteilnehmer in Hermeskeil deutlich zu spüren bekommen und der sicher zu Behinderungen und Umwegen führen wird.
In der zweiten Jahreshälfte 2009 rollen in der Koblenzer Straße (B 327) - neben der Trierer Straße (B 52) der wichtigste Verkehrsweg in die Hochwaldstadt hinein - die Bagger an. "Der Kanal und die Wasserleitungen sind dort schon über 45 Jahre alt und deshalb stark sanierungsbedürftig", verweist Schmitt auf die Notwendigkeit der bevorstehenden Bauarbeiten. Diese sind in drei Abschnitte eingeteilt.
Fahrbahndecke wird für etwa 250 000 Euro erneuert
Zum Auftakt ist auch der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier in Sachen Straßenbau mit im Boot. Für schätzungsweise 250 000 Euro wird die Fahrbahndecke der B 327 zwischen der Einmündung der K 97 (Richtung Geisfeld) und dem Stadteingang erneuert. Laut LBM sind auch "verkehrsberuhigende Maßnahmen" vorgesehen. So soll in Höhe des Autohauses Knaack ein Fahrbahnteiler installiert werden, damit Autofahrer bei der Einfahrt in die Stadt den Fuß vom Gaspedal nehmen. Außerdem soll oberhalb des Standorts der Straßenmeisterei eine Fahrbahnverschwenkung angelegt werden. "Die Planung muss aber noch mit allen Beteiligten abgestimmt werden", betont der stellvertretende LBM-Leiter Hans-Michael Bartnick. So steht diesbezüglich eine Stellungnahme des Stadtrats noch aus. Während der Umfang und die Kosten für die weiteren Straßenbauarbeiten auf dem Weg Richtung Innenstadt laut LBM noch nicht feststehen, haben die VG-Werke bereits ihren Zeitplan für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen und die damit verbundenen Kosten vorgestellt.
Zunächst mäßige Verkehrsprobleme
2009/2010 wird die Koblenzer Straße vom Stadteingang bis zur Stichstraße Koblenzer Straße (Höhe Hausnummer 51 a) aufgerissen und ein Trennsystem installiert. Zudem wird im Bereich des Rotbachs ein neues Regenrückhaltebecken gebaut. Für diese erste Bauphase werden 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Anschließend wird laut Schmitt 2011/12 für 800 000 Euro der Abschnitt bis zur St. Josef-Straße angegangen. Schließlich wird 2013 für circa 300 000 der Kanal auf dem Reststück bis zur Züscher Straße erneuert.
Im bevorstehenden ersten Bauabschnitt dürften sich die Verkehrsprobleme noch in Grenzen halten. Dort ist die Koblenzer Straße noch breit genug, um sie nur halbseitig sperren zu müssen. Das heißt: Dort wird eine Ampel aufgestellt.
Weiter stadteinwärts wird es aber immer enger. Man werde deshalb bei den Abschnitten zwei und drei "wohl nicht umhinkommen, die Straße in Teilbereichen voll zu sperren", sagt Arnold Eiden, der Leiter der Hermeskeiler Straßenmeisterei.
In diesem Fall hält er für den Durchgangsverkehr eine großräumige Umleitung über die Martinusstraße, durch das Gewerbegebiet Grafenwald und die K 99 zurück zur B 327 für denkbar.
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