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Botschafter deutschen Liedguts in Indien

Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See erlebt Gastfreundschaft in Südasien und bedankt sich musikalisch

(Kell am See/Neu-Delhi) Das Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See hat mit zahlreichen Begleitern eine Konzertreise nach Indien unternommen. Aus dem Staat in Südasien kehrten die Orchestermitglieder mit unvergesslichen Eindrücken in die Heimat zurück. In Neu-Delhi und Jaipur hat das Orchester mit Konzerten die Menschen für deutsche Musik und Volkslieder begeistert.

07.05.2014
Kell am See/Neu-Delhi. Indiens Hauptstadt Neu-Delhi war die erste Station der Konzertreise des Orchesters der Verbandsgemeinde Kell am See in den südasiatischen Staat. Dort standen zunächst Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten dieser riesigen Stadt auf dem Programm. Die Orchestermitglieder erlebten Alt-Delhi und Neu-Delhi im Kontrast. Moscheen, Hindutempel, Festungen und das intensive Leben auf der Straße prägen nicht nur das Bild der Stadt Neu-Delhi, sondern sie begleiteten das Orchester der Verbandsgemeinde Kell am See während der ganzen Reise. In einem von vielen Kulturzentren Neu-Delhis führte das Orchester sein erstes Konzert auf und konnte mit seinem gut zusammengestellten Programm die Zuhörer begeistern. Auf Wunsch der indischen Veranstalter kamen deutsche Musik und Volkslieder zur Aufführung.
Andächtige Stimmung herrschte beim Spielen der beiden Nationalhymnen. Überrascht waren die Orchestermitglieder, dass ein indisches Fernsehteam das Konzert aufzeichnete.

Schlafen wie der Maharadscha


Die indischen Vertreter ließen es sich nicht nehmen, einem Geburtstagskind der deutschen Gruppe mit einem Kuchen zu gratulieren, was sich bei drei weiteren Geburtstagen in den jeweiligen Veranstaltungen wiederholen sollte. Weiter ging die Reise durch viele kleine Städte und Dörfer auf abenteuerliche Weise nach Mandawa. Dort erwartete die Reisegruppe ein ehemaliger Maharadschapalast. Die Reisenden empfing nach anstrengenden Tagen eine Oase der Ruhe mit allen Bequemlichkeiten und gutem Essen.
In Jaipur bezog die Gruppe ein schönes, an einem See gelegenes Hotel. Das dort geplante Konzert fand ebenfalls in einem großen Konzertsaal statt. Es hatte die Präsidentin der Deutsch-Indischen Gesellschaft, Professorin Pawan Surana, eingeladen, zum 50-jährigen Bestehen der Gesellschaft dieses Konzert aufzuführen. In ihrer Begrüßungsrede hob Pawan Surana die guten Beziehungen zu Deutschland hervor und freute sich mit den vielen indischen Gästen auf "deutsche Musik". Voll des Lobes waren die Inder denn auch nach dem Konzert. Und auch die Musiker und Reisebegleiter staunten ihrerseits über die umfangreiche Werbung für das Konzert und die ästhetische Bühnengestaltung.

Austausch von Geschenken


Freude herrschte auch auf beiden Seiten über die Geschenke: großzügige Blumengestecke für die Orchesterleitung Karl-Heinz Willger und Erwin Berens sowie Konstantintaler aus der Römerstadt Trier für die Vertreter der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Ein weiteres palastähnliches Hotel erwartete die Gruppe mitten in der Wüste, wo es am Folgetag auf Safari ging.
Im Tiger-Reservat Ranthambhore war man gespannt, ein Exemplar dieser großartigen, wildlebenden Tiere vor die Kamera zu bekommen. Wie es auf einer Jagd nun mal ist: Die einen hatten Glück, die anderen nicht. Weiter führte die Reise nach Agra. Neben Besichtigungen von Bauwerken wie etwa dem Roten Fort ist der Besuch des Taj Mahals ein Muss jeder Indienreise. Beeindruckend ist die Geschichte hierzu und natürlich das Bauwerk selbst. So war es auch für das Verbandsgemeinde-Orchester und die Mitreisenden selbstverständlich, hier das obligatorische Foto zu schießen.
Der Kreis der Reise schloss sich mit weiteren Besichtigungen in Neu-Delhi, bevor nach zwölf Tagen der Rückflug anstand.
Fazit dieser Reise: Freundliche Menschen sowohl auf der Straße als auch in den Restaurants und Hotels. Die Reise brachte unvergessliche Eindrücke und war für alle Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. red