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Linke-Abgeordnete beklagt Missstände in der Afa Hermeskeil - Behörden widersprechen

(Hermeskeil) Musste eine Schwangere ihr Kind auf der Toilette zur Welt bringen? Die Bundesabgeordnete Katrin Werner (Die Linke) beklagt angebliche Missstände in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (Afa) in Hermeskeil. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) widerspricht.

10.03.2016
Rainer Neubert
Wenige Tage vor der Landtagswahl hat Bundestagsabgeordnete Katrin Werner heftige Vorwürfe gegen die Verantwortlichen der Afa Hermeskeil erhoben: „Niemand hat einen Überblick ob und wie viele Schwangere dort untergebracht sind. Auch die Betreuung durch Ärzte und Hebammen ist unzureichend.“ Hinzu kämen schlechte hygienische Zustände und unsensibles Personal. Als Beleg für die Missstände nennt sie auch die Geburt eines Kindes auf der Toilette. 

Diefür die Afas im Land verantwortliche Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion widerspricht den Vorwürfen von Werner vehement. „Für die schwangeren Flüchtlinge gilt ein besonderer Schutz“, sagt ADD-Präsidentin Dagmar Barzen. Hygiene und medizinische Versorgung seien nicht zu beanstanden. Im November habe eine schwangere Frau ihr Kind auf der Toilette zur Welt gebracht. Allerdings sei der bereits bestellte Krankenwagen unmittelbar danach eingetroffen und die Frau sofort fachgerecht betreut worden. Damals waren die Menschen noch in Zelten untergebracht. 

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