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Löschen mit Wasser und Dampf

(Hermeskeil) Das Feuerwehrmuseum hat eine neue Attraktion. Weil die Sparkasse Trier 3000 Euro beisteuerte, steht nun eine Orginal-Dampfspritze in der Ausstellung.

07.10.2017
Hermeskeil (red) Wenn es früher in Rheinland-Pfalz brannte, kamen Dampfspritzen zum Einsatz. Daher wollte das Feuerwehrmuseum Hermeskeil schon immer so eine Spritze für seine Ausstellung besitzen, um die Geschichte des Brandschutzes komplett erzählen zu können.
Es war Glück und Zufall, dass dem Hermeskeiler Museum eine solche Spritze für 20 000 Euro angeboten wurde. Da diese Geräte eigentlich gar nicht mehr zu haben sind, war der Kauf dieser Spritze ein großer Wunsch der Hermeskeiler Feuerwehrhistoriker. Dieses Anliegen unterstützt die Sparkasse Trier mit einer Spende von 3000 Euro, was den Mitarbeitern des Museums die Finanzierung sehr erleichterte. Die Bekämpfung von Bränden erforderte schon immer große Wassermengen. Da es nicht möglich war, mit Handdruckspritzen höhere Leistungen zu erreichen, wurde schon früh überlegt, Menschenkraft durch etwas Stärkeres zu ersetzen. Mit der Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt war die Möglichkeit geschaffen, Dampfspritzen zu bauen. Dennoch dauerte es lange, bis man überhaupt auf die Idee kam. Es gelang, das Interesse der Feuerwehren an den Dampfspritzen zu wecken, zumal sich damit auch der Personalaufwand verringern ließ. Der schwedische Ingenieur John Ericsson, Teilhaber der Maschinenfabrik von John Braithwaite in London, konstruierte 1828 die erste fahrbare Dampfspritze (Dampffeuerspritze). Diese Anwendung für den Feuerlöschdienst setzte sich von nun an durch.
Dampfspritzen haben ein Gewicht von 2000 bis 2500 Kilogramm und wurden entweder von Pferden, später von "Schleppwagen" gezogen, oder sie ratterten fauchend durch eigenen Antrieb zur Brandstelle. Obgleich Dampffeuerspritzen leistungsstark waren und zuverlässig arbeiteten, standen sie nur wenige Jahrzehnte im Dienst der Feuerwehren. Daher gibt es heute nur noch sehr wenige erhaltene Exemplare. Durch den Verbrennungsmotor wurden die Maschinen recht früh wieder aus den Feuerwehrgerätehäusern verdrängt.