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Schon wieder zwei Hunde vergiftet

In Hermeskeil ist ein Tierquäler unterwegs - Tatort erneut im Bereich der Erzbergkapelle

(Hermeskeil) In der Hochwaldstadt treibt ein Tierquäler sein Unwesen. Der Unbekannte legt offenbar absichtlich im Bereich der Erzbergkapelle vergiftete Köder aus, damit sie von Hunden gefressen werden. Nach einer ersten Tiervergiftung Mitte April meldet die Polizei in Hermeskeil jetzt zwei weitere Fälle.

20.05.2011
Axel Munsteiner
Hermeskeil. "Das ist eine schlimme Sache, die uns ein großer Dorn im Auge ist. Wir wollen diesem Täter so schnell wie möglich das Handwerk legen." Das sagt Michael Wahlen, Leiter der Hermeskeiler Polizeiinspektion, nachdem in der Hochwaldstadt erneut zwei Hunde vergiftet wurden. Die beiden Vorfälle passierten in der Zeit von Dienstag, 10. Mai, bis Montag, 16. Mai. Sie wurden aber erst jetzt angezeigt.
Beide Spaziergänger waren mit ihren Tieren am Stadtrand von Hermeskeil im Bereich der Erzbergkapelle unterwegs. Kurz nachdem sie nach Hause kamen, sei es den Hunden derat schlecht gegangen, dass die Besitzer mit ihnen in eine Tierklinik fahren mussten. "Beide Tiere sind aber nicht verendet", betont Wahlen.
Was für die Ermittler das Beunruhigende an den Vorfällen ist: Schon Mitte April wurde ein Hund vergiftet, der mit seinem Frauchen vorher am Erzberg unterwegs war (der TV berichtete). Seinerzeit hatte die Halterin einige Tage später in diesem Bereich eine Schale mit verdorbenem Hackfleisch gefunden, dem vermutlich Rattengift beigemischt war.
"Diesmal haben wir noch nichts derartiges gefunden. Wir können also nur vermuten, dass die beiden Hunde vorher etwas gefressen haben", sagt Wahlen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand geht die Polizei aber davon aus, "dass ein Unbekannter bewusst und gewollt vergiftete Köder auslegt." An welcher Stelle der Tierquäler das macht, wissen die Beamten aber nicht. In allen drei Fällen waren die Hunde frei herumgelaufen. Deshalb gibt Wahlen den dringenden Ratschlag: "Insbesondere im Bereich des Erzbergs sollten die Leute ihre Hunde nicht außer Sichtweite laufen lassen und sie an der Leine führen." Außerdem empfiehlt er allen Spaziergängern, verdächtige Gegenstände oder Fleischreste nicht anzufassen und sofort die Polizei zu informieren.
"Wir wissen, wie sensibel die Menschen gerade in Fällen von Tierquälerei reagieren", betont Wahlen. Seine Beamten würden deshalb ab sofort im Bereich des Erzbergs häufiger auf Streife gehen. Auch "verdeckte Operationen" kündigt der PI-Leiter an. Sollte der Täter gefasst werden, drohe ihm eine "empfindliche Geldstrafe".
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise unter Telefon 06503/91510. ax

 

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