region/hochwald
09.06.2017

Fachleute prüfen Folgen von Klinik-Aus

(Wadern/Hermeskeil) Wadern/Hermeskeil (cweb) Zwei Tage nach der Schließungsankündigung für das Krankenhaus St. Elisabeth Wadern hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung des saarländischen Gesundheitsministeriums getagt.

Sie soll klären, wie die medizinische Versorgung im Raum Wadern ab 2018 sichergestellt werden kann.
Die Marienhaus GmbH, die auch Träger des St. Josef-Krankenhauses in Hermeskeil ist, hatte am Dienstag überraschend verkündet, die Klinik in Wadern bis zum Jahresende aufzugeben (der TV berichtete). 190 Mitarbeiter sind davon betroffen. Als Grund für das Aus nannte der Träger jährliche Verluste in Millionenhöhe (der TV berichtete).
Laut Staatssekretär Stephan Kolling soll nach dem Wegfall des Klinikstandorts Wadern eine "qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung" für die Bürger erhalten bleiben. Dafür müsse möglicherweise ab 2018 ein neuer Standort für die Rettungswache Wadern gefunden werden, die derzeit am Krankenhaus etabliert ist. Um die gesetzlich vorgeschriebene Anfahrtsfrist von zwölf Minuten einzuhalten, gelte es, den Notarztdienst neu zu ordnen. Geprüft werde, ob eine Bereitschaftsdienstpraxis am Standort Wadern eingerichtet werden könne.
Bis zum Jahresende gebe es "grundsätzlich keine Einschränkungen" für die Bürger, sagte Kolling. Der Betrieb in der internistischen und chirurgischen Abteilung laufe laut Träger weiter. Welche "stationären Bedarfe" entstünden, solle ein ergänzendes Gutachten für die Krankenhausplanung aufzeigen.
Die Arbeitsgruppe bilden Vertreter des Trägers, des Saarländischen Hausärzteverbandes, des Rettungszweckverbands Saar, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Ärztekammer, der Stadt Wadern, der Krankenkassen und des Innenministeriums.