region/hochwald
26.09.2014

IHRE Meinung

Zur Berichterstattung des Trierischen Volksfreunds zum Thema Windenergie in den vergangenen Wochen

In Sachen Windenergie herrschte lange eine Goldgräberstimmung, da mit hohen Renditeversprechen von Bürgermeistern, Kommunen und Investoren massiv für die Aufstellung von Windrädern - auch in sensiblen Arealen - geworben wurde. Auch im Hochwald holt uns die Realität ein. Zwei Drittel aller rheinland-pfälzischen Windräder arbeiten, wie zunehmend aus den Medien zu entnehmen, unrentabel. Hinzu kommen die gesundheitlichen Belastungen durch Geräuschpegel und Infraschall für die Bevölkerung sowie die unwiederbringliche Zerstörung der Natur durch Betonfundamente, Scheuch- und Schlagwirkung für gefährdete Tierarten, von der Gefahr des Eiswurfs besonders in den Höhenlagen ganz zu schweigen. Wenn man dann noch hört, dass die Firma Juwi die Naturschutzgutachter auf den Schimmelkopf bestellt, fragt man sich, wohin solche selbst ernannten "Heilsbringer" uns wohl bringen würden. Das Ziel der IG Rettet den Hochwald von mindestens zehnfacher Nabenhöhe als Abstand zur Wohnbebauung ist zu wenig. Ich spreche aus Erfahrung, da bei gewissen Windrichtungen die Lärmimmission der Windräder auf dem Judenkopf bis in mein Wohnzimmer - in immerhin 2300 Meter Entfernung - zu hören ist! Deshalb ist es für mich vollkommen unverständlich, wie der Reinsfelder Bürgermeister Spies noch immer auf den 1000-Meter-Abstand beharren kann. Er sollte sich nicht von Prognosen, sondern von Tatsachen leiten lassen. Mein Appell an die Bevölkerung: Wehrt euch, dieser Wahnsinn muss endlich aufhören! Herbert Martini Greimerath

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